Polizei erwischt insbesondere Erwachsene
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Die Polizei kontrolliert derzeit wie hier in Dortmund, ob die Regeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus eingehalten werden. 
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In den ersten Tagen der neuen Corona-Regelungen in NRW hat die Polizei 6500 Menschen bei Verstößen erwischt - die allermeisten waren Erwachsene. Jugendliche und Kinder fielen dagegen weit weniger auf, teilte das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach seien von der Polizei zwischen dem 25. und 31. März insgesamt 2116 Ordnungswidrigkeitsanzeigen und 119 Strafanzeigen erstellt worden. Es gab laut Ministerium zwar kaum größere „Corona-Partys“, dafür aber fast 1200 kleinere verbotene Zusammenkünfte.

Neues Diagnose- und Behandlungszentren im Kreis Gütersloh

Wie der Kreis Gütersloh am Montagabend mitteilte, plane die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit Unterstützung des Kreises ein Diagnose- und Behandlungszentrum im Carl-Miele-Berufskolleg in Gütersloh. Als weiterer Standort ziehe die KVWL Halle in Betracht.

„Die Einrichtung zentraler Behandlungszentren ist notwendig, um die steigende Anzahl Coronavirus-Patienten adäquat versorgen zu können, da diese Patienten nicht die Haus- und Facharztpraxen aufsuchen sollen. Geplant ist, sie sukzessive flächendeckend in Westfalen-Lippe einzurichten“, verdeutlicht Dr. Hermann Brune, Leiter der Bezirksstelle Bielefeld der KVWL. 

Im Behandlungszentrum schätzt ein Arzt der Mitteilung zufolge – analog zur Versorgung im Notfalldienst – die Schwere der Infektion und den Behandlungsbedarf der Patienten (auch in Bezug auf mögliche Begleiterkrankungen) ein. Er kann Rezepte und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) ausstellen sowie eine stationäre Einweisung festlegen.

Um einen geordneten Ablauf und um ausreichend große Abstände zwischen Patienten zur Vermeidung von Ansteckungen zu gewährleisten, sollen Patienten erst nach telefonischer Kontaktaufnahme mit einem Hausarzt oder einem Krankenhaus kurzfristig Termine angeboten werden. Wann genau das Zentrum in Betrieb genommen wird, teilte der Kreis Gütersloh noch nicht mit.

Abstrichstellen im Kreis Warendorf

Im Kreis Warendorf gibt es bereits eine Abstrichstelle in Beckum, um die Hausärzte in der Region zu entlasten. Der Krisenstab plant, in Telgte eine weitere Abstrichstelle im Kreis einzurichten. Zudem ist in der ehemaligen Regenbogen-Schule in Beckum eine Quarantäne-Station eingerichtet worden. Für Notfälle stehen dort Krisenstabsleiterin Petra Schreier zufolge 44 Betten bereit.

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