Polizei ordnet Rocker-Verbot am Boulevard an
Nach Erkenntnissen der Polizei hat Rockergruppierungen wie die Turkey Nomands versucht, Gastronomen aus dem Bereich des Boulevards in Bielefeld einzuschüchtern. Angeblich wollten die Rocker den Sicherheitsservice für die Diskos "übernehmen". Das Bild entstand bei der Polizeiaktion am vergangenen Samstag.

Damit setzt die Polizei ihre „Null-Toleranz-Strategie“ gegen Rocker im Bereich des Disko-Viertels nahe des Bielefelder Bahnhofs fort . Das zunächst bis zum 8. Dezember gültige Aufenthaltsverbot gilt in den Nächten, in denen die Diskotheken am Boulevard geöffnet sind. Die Polizei wird weiterhin verstärkt präsent sein, um die Aufenthaltsverbote durchzusetzen. Die Aufenthaltsverbote können mit Ingewahrsamnahmen und Zwangsgeld durchgesetzt werden. Es gibt bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass die Mitglieder der Turkey Nomads versuchen, gegen die Aufenthaltsverbote zu verstoßen.

Gastronomen eingeschüchtert

Die Polizei beobachtet die Rockerszene weiterhin genau und geht entschieden gegen diese kriminellen Strukturen vor. Mittlerweile liegen Erkenntnisse vor, dass die Mitglieder der Turkey Nomads mehrfach versuchten, die Betreiber der gastronomischen Betriebe am Boulevard einzuschüchtern. Das Ziel der bedrohlich auftretenden Rocker ist es, in den Betrieben eigene Türsteher einzusetzen, Einfluss zu gewinnen und kriminelle Strukturen zu etablieren. Um Strukturen der organisierten Kriminalität von vornherein zu zerschlagen, zeigt die Polizei Bielefeld „Null Toleranz“ im Umgang mit den Rockern und übt mit allen rechtlich zulässigen Maßnahmen (unter anderem ständige Präsenz und Aufenthaltsverbote) massiven Druck auf die Rockergruppierung aus.

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