Polizei überzeugt von Videoüberwachung
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Ausdruck eines Überwachungsstaates oder eines Landes, das der Straßenkriminalität den Kampf ansagt? Die Meinungen zum Thema Videoüberwachung durch die Polizei gehen auseinander.
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Die Zahl der eingesetzten Kameras dürfte laut Innenministerium künftig weiter zunehmen: Mehrere Polizeibehörden prüfen demnach noch für dieses Jahr, Videobeobachtung einzurichten oder auszuweiten. Die Stadt Dortmund wird zwei weitere Standorte mit Kameras ausrüsten.

Bonn will ab Frühjahr zwei mobile Anlagen einsetzen. Polizeibehörden, die schon länger Kameras einsetzen, ziehen ausnahmslos ein positives Fazit, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Straftaten in den überwachten Bereichen gingen zurück - sofern die Überwachung in ein Gesamtkonzept eingebunden sei, betonten die Behörden. So würden die Kameras keine Streifenpolizisten ersetzen. Im Gegenteil müsse der Kameraeinsatz stets mit verstärkter Präsenz der Polizei in den Kriminalitätsbereichen einhergehen. „Einfach nur Kameras dahinhängen bringt natürlich nichts“, sagt ein Sprecher der Kölner Polizei. „Es ist immer ein Bündel aus Maßnahmen, das wirkt.“ Mit dem neuen Landespolizeigesetz sind im Sommer 2019 die Hürden für den Einsatz gesenkt worden. Datenschützer sehen den Einsatz solcher Kameras durchaus kritisch.

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