Polizist erhält Bewährungsstrafe
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Zu einer Haftstrafe von 15 Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, hat das Amtsgericht den angeklagten Polizisten verurteilt. Das Bild zeigt ihn mit seinen Verteidigern Martin Lindemann (l.) und Tobias Diedrich (r).
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 Den Ermittlungen zufolge hatte der Polizist den Autofahrer grundlos geschlagen und Pfefferspray in seine Richtung gesprüht. Später hatte er den Autofahrer der Gewalttätigkeit bezichtigt und Schmerzensgeld verlangt. Durch ein Video aus der Streifenwagenkamera kam die Wahrheit heraus. Der Polizist hatte sein Verhalten als angemessen bezeichnet, weil er so in einer bedrohlichen Situation die Kontrolle behalten habe. Das Gericht blieb mit seinem Urteil deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung plädiert hatte. Die Verteidiger des Polizisten hatten sich für einen Freispruch ausgesprochen. Sie kündigten noch im Gerichtssaal Rechtsmittel an. Das Urteil ist damit noch nicht rechtskräftig. Sollte es auch in der nächsten Instanz bei einer höheren Strafe als ein Jahr bleiben, würde der Polizist seine Beamtenrechte verlieren.

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