Preis für Nachwuchsforscher aus Münster
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Die Universität Münster mit Hauptsitz im Schloss der Stadt hat einen jungen Preisträger hervorgebracht: Fabian Dielmann erhält den Heinz Maier-Leibnitz-Preis.
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Fabian Dielmann arbeitet in der Anorganischen Molekülchemie an der Uni Münster. Seit 2013 leitet Dielmann eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe zu Molekülchemie und Katalyse und besonders zu Methoden der Aktivierung reaktionsträger kleiner Moleküle wie Kohlenstoffdioxid, teilt das Ministerium mit. Diese Moleküle sind von großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung, da sie als Umweltschadstoffe anfallen und als Ausgangsmaterialien für großtechnische Verfahren dienen.

Mit seinen international beachteten Arbeiten habe Dielmann eine Lücke zwischen Forschung und Anwendung geschlossen. Von 2015 bis 2018 war Dielmann Mitglied des Jungen Kollegs Nordrhein-Westfalen.

Zweite Preisträgerin aus NRW arbeitet in Köln

Die zweite Preisträgerin in NRW ist Stefanie Gänger. Sie arbeitet als Juniorprofessorin für iberische und lateinamerikanische Geschichte zur Wissens- und Medizingeschichte an der Uni Köln. Mit ihrer konsequenten Einbindung Lateinamerikas in global-historische Zusammenhänge habe sie Neuland betreten, heißt es. Gänger verfolgt einen genuin globalhistorischen Ansatz. Allein die Verwendung von Quellen aus vielen Teilen der Welt in unterschiedlichen Sprachen sei bemerkenswert.

Seit 1977 wird der Heinz Maier-Leibnitz-Preis jährlich an hervorragende junge Forscher verliehen. Benannt ist der Preis seit 1980 nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz. In seiner Amtszeit (1973–1979) wurde der Preis erstmals vergeben. Er gilt als der wichtigste Preis für den Forschungsnachwuchs in Deutschland.

Insgesamt werden zehn Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2019 vergeben. In diesem Jahr werden drei Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler ausgezeichnet. Sie erhalten die mit je 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am 28. Mai in Berlin.

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