Preußen nach 2:0 gegen Kiel Zweiter
Bild: MünsterView
Mit dem 2:0-Sieg gegen Holstein Kiel hat sich der SC Preußen Münster auf den zweiten Tabellenplatz geschoben. Das Bild zeigen beim Jubel über den 1:0-Führungstreffer Torschütze Marco Pischorn und Björn Kopplin (r.).
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Mit sechs (!) Punkten Vorsprung auf Rang vier, den ersten Platz, der mit dem Aufstiegsnichts mehr zu tun hat. Und was sagt der Trainer? „Völlig unwichtig. Eine Randerscheinung. Wichtig ist nur, mit jeder Situation richtig umzugehen, auch mit einer positiven Serie.“ Seit zehn Spielen sind die Preußen mittlerweile ungeschlagen, am Wochenende profitierten sie von zahlreichen Unentschieden der Konkurrenten und manifestierten ihre Position in der Spitzengruppe der 3. Fußball-Liga.

Vom Aufstieg spricht trotzdem niemand – möglicherweise eine Lehre aus der Vergangenheit, wo häufig (zu) hohe Erwartungen enttäuscht wurden. Auch Preußens Aufsichtsratschef Thomas Bäumer quittierte das aktuelle Tabellenbild auffallend zurückhalten: „Geht schlechter“. Also, von der ganz großen Euphorie kann in Münster trotz der Erfolgsserie keine Rede sein.

Tore von Pischorn und Reichwein

Die Tore von Marco Pischorn (28.) und Marcel Reichwein (37.) vor 7189 Zuschauern stellten den ersten Drittliga-Sieg gegen Holstein Kiel sicher. Nach schwacher Anfangsphase, in der die Preußen nur schlecht Zugriff aufs Spiel bekamen, steigerten sie sich nach der Führung und fuhren unterm Strich souverän die drei Punkte ein. „Konzentriert gespielt, solide verteidigt, der Sieg geht absolut in Ordnung“, resümierte Loose. Keine einzige Chance gegen den auf Platz 19 abgerutschten Vorjahres-Fast-Aufsteiger aus Kiel ließ Münster zu, was Gäste-Trainer Karsten Neitzel ein wenig verzweifeln ließ: „Wir spielen und spielen und spielen und kommen einfach nicht dahin, wo es weh tut.“

Kaum Stimmung nach Blocksperren

Getrübt wurde die Freude des SCP durch eine äußerst maue Stimmung im Preußenstadion. Nach den massiven Pyro-Vorfällen gegen Rostock sperrte der Verein die Blöcke M und N, die Probleme mit Teilen der eigenen Anhängerschaft überschatten aktuell die sportlichen Erfolge. In dieser Woche erwartet der Verein die Strafe durch den DFB. Bäumer: „Das ist nicht schön, aber wir hoffen, dass die Strafen eine heilende Wirkung haben.“

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