Prinz zu Lippe zeigt „Kindheit im Schloss“
Stephan Prinz zur Lippe (l.) zeigt Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen die Kindheitsobjekte, die es im Rahmen der neuen Reihe „Kindheit im Schloss" in Detmold zu sehen gibt.

 Unter dem Titel "Ene, mene, muh ..." rückt das Freilichtmuseum  des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in dieser Saison das Thema Kindheit in den Mittelpunkt. Nun hat das Museum zwei Kooperationspartner an seiner Seite, die ihre Häuser für weitere Ausstellungen rund um die erste Lebensphase öffnen. Im Fürstlichen Residenzschloss in Detmold geht es ab sofort um die Reihe „Kindheit im Schloss". Im Lippischen Landesmuseum ist ab dem 13. Mai die Sonderausstellung „Kinderwagen, Roller, Inliner - Kinder mobil" zu sehen.

Mit Stephan Prinz zur Lippe verbinde das Freilichtmuseum bereits seit vielen Jahren eine gute Beziehung, sagte  Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen. „Wir haben hier im Schloss so viele interessante Objekte zum Thema Kindheit, die wir in der Form aber noch nie in den Mittelpunkt gestellt haben", erklärte der Adelige. Die Objekte können bei den täglichen Schlossführungen um 15.30 Uhr oder nach Voranmeldung besichtigt werden.

Die Besucher erleben mit, welche schönen oder auch weniger schönen Seiten das Aufwachsen in einem adligen Umfeld mit sich brachte, etwa am Beispiel des 1667 geborenen Friedrich Adolf zur Lippe, der schon in jungen Jahren auf eine Reise nach Frankreich geschickt wurde. Oder wie es kam, dass so manchem weiblichen Mitglied der Fürstenfamilie bereits im Kindesalter ein Leben als Äbtissin vorbestimmt war. Zudem gibt es einige Spielzeugschätze oder Bücher zu sehen wie Erich Kästners „Arthur mit dem langen Arm" von 1931, das Armin Prinz zur Lippe gehört hat. Von ihm ist auch die Schultafel erhalten, an der die Lateinvokabeln seines letzten Schultages im Schloss zu sehen sind.

 Die Ausstellung im Lippischen Landesmuseum zeigt moderne und nostalgische Kinder- und Stubenwagenmodelle ebenso wie Roller und  hölzerne Dreiräder. „Auch der Bollerwagen und ein Hochrad für Kinder sind Zeugnisse der Vielfalt von Fortbewegungsmitteln", berichtete die Ausstellungskuratorin Dr. Imke Tappe-Pollmann. Aber auch Bobby-Car, Inliner und Skateboard sowie moderne Kinderwagen seien Teil der Präsentation.

Bereits seit dem 1. April zeigt das  Freilichtmuseum Detmold unter dem Titel "Ene, mene, muh ..." in einer Sonderausstellung, wie sehr sich die Spiel- und Erfahrungswelten der Kinder in den vergangenen 100 Jahren verändert haben.

Wer sich für die Angebote aller drei Kooperationspartner interessiert, kann sich freuen: gegen Vorlage der Eintrittskarte eines der Museen oder des Schlosses gibt es bei den anderen beiden Kooperationspartnern einen Rabatt auf den Eintrittspreis für Erwachsene.

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