Prozess: Vater wollte Kind ertränken
 

Die Anklage vor dem Schwurgericht Münster lautet auf versuchten Totschlag. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte am 18. Februar gegen einer seiner Söhne handgreiflich geworden ist. Er soll ihn geschlagen und getreten und das Kind dann mit voller Wucht vor die Wand geschlagen haben. Das völlig verängstigte Kind machte sich in seiner Panik in die Hose. Erst die Lebensgefährtin des 30-Jährigen konnte die Situation vorübergehend beruhigen. Die Lage eskalierte allerdings wenig später als das Kind in der Badewanne saß. „Ich bringe Dich um“, soll der Mann gerufen haben, als er den Kopf des Neunjährigen unter Wasser drückte. Erneut schritt die Lebensgefährtin rettend ein.

Der Angeklagte gab zum Prozessauftakt an, sich an nichts mehr erinnern zu können. „Ich weiß davon nichts“, sagte er. Der 30-Jährige räumte aber auch ein, dass er davon ausgehe, dass die Vorwürfe stimmen. „Was mir erzählt worden ist, ist erschreckend. Es tut mir weh, was ich dem Jungen angetan habe“, erklärte der Angeklagte.

Eine Entscheidung des Gerichts gegen den psychisch kranken Mann steht derzeit noch aus.

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