Prozess nach versuchtem Mord in JVA Brackwede
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Ein inhaftierter Chinese soll im Februar 2017 einen Mithäftling in der JVA Bielefeld-Brackwede in Tötungsabsicht angegriffen haben. Im November beginnt nun der Prozess vor dem Landgericht Bielefeld wegen versuchten Mordes.
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Der Chinese soll im Februar 2017 im Gefängnis Bielefeld-Brackwede einen Mithäftling angegriffen und dabei leicht verletzt haben. Die Ermittler vermuten einen Racheakt.

Spur des Hasses im Rheinland hinterlassen

Beide Häftlinge hatten vor ihrer Zeit in Bielefeld gemeinsam im Knast in Düsseldorf gesessen. Dort hatte der jetzt angegriffene Mann angebliche Tötungsabsichten von Yanging T. an die JVA-Leitung gemeldet. Der Chinese kam daraufhin zum Schutz von Wärtern und anderen Gefangenen in Einzelhaft. Dass beide trotz dieser Vorgeschichte später in Bielefeld in die gleiche JVA kamen, führte zu Untersuchungen in der NRW-Gefängnisverwaltung.

Yanqing T. hatte Anfang 2014 im Rheinland eine Spur des Hasses hinterlassen. Drei Morde, zwei Brandstiftungen und eine Reihe weiterer schwerer Straftaten gingen bei einem Amoklauf durch Anwaltskanzleien in Düsseldorf und Erkrath auf sein Konto.

Das Landgericht Düsseldorf verhängte gegen den damals 49-Jährigen mit lebenslang die Höchststrafe und stellte zusätzlich noch die besondere Schwere der Schuld fest. Grund für seinen Ausraster waren finanzielle Schwierigkeiten nach einem verlorenen Rechtsstreit.

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