Prozess um Drogenplantage im Horrorhaus
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Die Polizei hat im September 2017 im sogenannten Horrorhaus in Höxter-Bosseborn eine Drogenplantage ausgehoben und zwölf Personen festgenommen. 38 Kilogramm Marihuana wurden sichergestellt. Am Freitag begann vor dem Landgericht Paderborn der zweite Prozess gegen Beteiligte der Drogenproduktion.

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 Mit der Plantage habe er aber nichts zu tun gehabt, sagte der 51-jährige Schotte am Freitag im Prozess am Landgericht Paderborn. Mitangeklagte in dem am Freitag begonnenen Prozess sind eine 30-jährige Bulgarin und ein 44-jähriger Deutschtürke, die in den Betrieb der Plantage eingebunden gewesen sein sollen. Die Anklage wirft ihnen illegalen Drogenanbau vor. Mieter der Räume sei ein 43-Jähriger gewesen, sagte der 51-Jährige am Freitag. Gegen den Mann, der als Kopf der Bande gilt, wird in einem anderen Prozess gesondert verhandelt. Das als "Horror-Haus" bekannt gewordene Anwesen in Höxter-Bosseborn, in dem ein Paar über Jahre hinweg Frauen gequält hatte, war im Frühjahr 2017 an den 51-jährigen Mann verkauft worden. Als die Polizei im September das Anwesen durchsuchte, wurden 1000 Marihuana-Pflanzen mit einem Gesamtgewicht von 38 Kilogramm sichergestellt. Der Wert der beschlagnahmten Pflanzen wurde von den Ermittlern auf etwa 200 000 Euro geschätzt.

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