Prozess um Tod eines Babys beginnt
Vor dem Bielefelder Landgericht beginnt heute ein Prozess um den gewaltsamen Tod eines Babys

Die 21 Jahre alte Mutter der kleinen Amy-Marie hatte den Säugling am 24. Februar bei ihrem Freund zurückgelassen. Der 25-Jährige hatte auf das Baby aufpassen sollen, während die in der Diskothek war - doch am Ende der Nacht war das Kind tot. Der Mann ist nicht der Vater des Kindes.

Baby getötet, um Missbrauch zu vertuschen

Der Staatsanwaltschaft zufolge hat er das Mädchen erst missbraucht. Dann, als das Baby nicht mehr aufhören wollte zu schreien, soll er es heftig geschüttelt und geschlagen haben. Das Kind erlitt ein Schütteltrauma und innere Blutungen und starb kurz darauf. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass der Mann mit dem Mord den Missbrauch vertuschen wollte. Es gebe eindeutige DNA-Spuren, hieß es. Der Mann hatte in der Nacht selbst einen Notarzt alarmiert. Zunächst war es gelungen, das Baby wiederzubeleben. Es starb jedoch wenig später im Krankenhaus. Bei der Obduktion wurde das ganze Ausmaß der Verletzungen entdeckt. Der 25-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Angeklagter will Erklärung abgeben

In Vernehmungen hatte er ausgesagt, er habe das Kind wiederbeleben wollen. Er habe es erst geschüttelt und geohrfeigt, als es bereits leblos war. Einen sexuellen Missbrauch bestritt er. Sein Anwalt sagte, er sehe in dem Fall keinen Mord und kündigte eine Erklärung seines Mandanten im Laufe des Prozesses an. Die Mutter des Babys tritt als Nebenklägerin auf.

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