Prügel-Opfer wäre beinahe erstickt
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Gerade noch rechtzeitig war im November ein Münsteraner notärztlich versorgt worden, nachdem er von drei Jugendlichen schwer verprügelt worden war.
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Der 32-Jährige Notarzt hatte den bewusstlosen Mann behandelt, nachdem er von Unbeteiligten in einer einsamen Parkplatzeinfahrt gefunden worden war. "Es ging um Minuten", berichtete der Notarzt. "Der Mann hatte seine Zunge verschluckt und hätte innerhalb von Minuten ersticken können." Deshalb hätten er und seine Kollegen den damals 30-Jährigen in ein künstliches Koma versetzt.

Zuvor hatte das Gericht am zweiten Verhandlungstag drei Männer als Zeugen gehört, die in der Nähe des Tatorts in ihrer Firma eine Computerparty gefeiert hatten. Sie hatten den 30-Jährigen gefunden und damit vor dem Tod bewahrt. Einer von ihnen hatte beim Verlassen des Gebäudes ein Röcheln gehört. "Sonst hätte ich den Mann nie gesehen, denn es war viel zu dunkel", sagte der Zeuge.

Versuchter Mord aus Habgier, gefährliche Körperverletzung und Raub werden den drei Angeklagten im Schlägerprozess zur Last gelegt. Die 16, 17 und 19 Jahre alten Jungen hatten ihr späteres Opfer im November 2010 nach einer belanglosen Auseinandersetzung in einem Nachtbus verfolgt und durch Schläge und Tritte gegen den Kopf lebensgefährlich verletzt. Nach der Tat raubten sie dem 30-Jährigen das Portemonnaie und kauften an einer Tankstelle Bier und Zigaretten. Zum Prozessauftakt hatten sie ihre Tatbeteiligung gestanden. Das Verfahren wird am Donnerstag fortgesetzt.

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