Querverbindung bei Missbrauchsfällen
Schauplatz unvorstellbarer Verbrechen: Die Parzelle des Dauercampers auf dem Campingplatz in Lügde (Kreis Lippe), der mit einem Komplizen über Jahre Kinder schwer missbraucht hat. Jetzt ist bekanntgeworden, dass es eine Querverbindung zum Missbrauchskomplex  in Bergisch Gladbach gibt.

Aus Sicht der Ermittler könnte es sich auch um einen Zufall handeln. Wie zuvor "Kölner Stadt-Anzeiger", WDR und RTL berichteten, hatte einer der Verwandten in den 1980er- und 1990er-Jahren einen Stellplatz in Lügde. Der Verwandte sei selbst wegen Missbrauchs verurteilt worden. Er bestreite, die Haupttäter von Lügde persönlich kennengelernt zu haben, so der "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Ermittlungskommission "Berg" kennt den Zusammenhang schon seit geraumer Zeit - ein abschließendes Ergebnis gibt es aber noch nicht. Einiges spreche für Zufall. Noch sei aber nicht komplett ausgeschlossen, dass die Fälle verbunden sind.

Im Fall Lügde geht es um jahrelangen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in der Stadt im Kreis Lippe. In einem weiteren Fall stießen Ermittler ausgehend von Bergisch Gladbach auf zahlreiche Verdächtige, die Kinder missbraucht und Bilder davon bundesweit getauscht haben sollen. Wie die Staatsanwaltschaft Köln am Dienstag mitteilte, hat die Polizei im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach nun auch einen in Österreich lebenden Beschuldigten ermittelt. Nach Angaben der Kölner Polizei gibt es in der Sache allein in Nordrhein-Westfalen derzeit 21 Beschuldigte, von denen acht in Haft sind. Mutmaßliche Tatorte sind Bergisch Gladbach, Viersen, Krefeld, Dortmund, Aachen, Alsdorf, Kamp-Lintfort und Duisburg. Zudem hat die Polizei Köln 21 Hinweise auf Straftaten in zehn andere Bundesländer weitergeleitet. Dabei handelt es sich um Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und das Saarland.

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