Rassismus: Drei Jahre Stadionverbot ausgesprochen
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Leroy Kwadwo (l.) von den Würzburger Kickers wurde bei der Partie bei Preußen Münster am vergangenen Samstag rassistisch beleidigt. Der Tatverdächtige, ein 29-Jähriger aus dem Kreis Steinfurt, wurde nun vonseiten Preußen Münsters bestraft. Er hat ein dreijähriges Stadionverbot erhalten.
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Das teilte der Club am Montag auf seiner Internetseite mit. „Das Mindeste, das wir nun tun können ist, dass diese Person nicht mehr in unser Stadion kommt“, wird Vereinspräsident Christoph Strässer in der Mitteilung zitiert. Das Verbot gilt nicht nur für das Preußen-Stadion, sondern für alle Stadien bundesweit.

Affenlaute gemacht

Bei dem Tatverdächtigen soll es sich nach Angaben der Polizei um einen 29-Jährigen aus dem Kreis Steinfurt handeln. Er hatte sich während der Partie rassistisch gegen Kickers-Spieler Leroy Kwadwo geäußert. Unter anderem soll der Verdächtige Affenlaute gemacht haben.

Freiheitsstrafe möglich

Das Publikum reagierte während des Spiels und rief „Nazis raus“. Die Zuschauer waren es auch, die den Mann, der in der Folge seinen Platz verlassen hatte, ausfindig machten und identifizierten.

Laut Preußen-Mitteilung droht dem 29-Jährigen eine Anklage wegen Volksverhetzung, die mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden kann.

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