Rauchschwaden trüben Preußen-Sieg
Bild: Diekmann
Dicke Rauchschwaden aus dem Lager der Ultra-Fans trübten bei Preußen Münster die Freude über den Sieg gegen Energie Cottbus.
Bild: Diekmann

Björn Kopplin mit einem herrlichen Schlenzer aus 20 Metern (23.), Adriano Grimaldi per Kopf (60.) und Rogier Krohne nach einem Konter (67.) erzielten die Tore für Münster vor 7776 Zuschauern. Der Dreier gegen harmlose Gäste ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Die Preußen präsentierten sich nach abwartendem Beginn griffiger und vor allem torgefährlicher als in den vergangenen Wochen, als sie viermal in Serie ohne eigenen Treffer geblieben waren. Krohne (29.), Hoffmann (36.), Laprevotte (41.) vor der Pause sowie Grimaldi und Schwarz per Doppelchance (56.) nach dem Seitenwechsel vergaben beste Chancen zu einem möglichen noch höheren Sieg.

Energie wird in dieser Verfassung Probleme haben, den Absturz in die Viertklassigkeit zu verhindern. Die Preußen haben zumindest diesbezüglich jetzt Planungssicherheit. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt fünf Spieltage vor Saisonende zehn Punkte – da brennt nichts mehr an. Der Rückstand auf Rang vier, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt, liegt derweil bei sechs Punkten.

Getrübt wurde die Freude der Preußen am Samstag durch die Aktion einiger Unverbesserlicher aus der Ultra-Szene, die in der Fiffi-Gerritzen-Kurve kurz vor dem Spiel massiv Pyrotechnik zündeten. Dicke Rauchschwaden zogen durch das Stadion. Ein 72-Jähriger erlitt eine Rauchvergiftung und musste ins Krankenhaus gebracht werden, teilte die Polizei mit. „Das ist unsäglich. Da hört jegliches Verständnis auf“, schüttelte SCP-Präsident Georg Krimphove den Kopf.

Fünf Spieler verlassen Münster im Sommer

Im Sommer steht den Preußen derweil ein neuerlicher personeller Umbruch ins Haus. Stand jetzt verlassen fünf Spieler den Verein. Marc Heitmeier, Marcel Reichwein, Kevin Schöneberg und Abdenour Amachaibou erhalten keine neuen Verträge, der ausgeliehene Torhüter Niklas Lomb geht zurück zu Bayer Leverkusen. Insgesamt laufen die Kontrakte von 13 Spielern aus. Münster muss sparen, der Etat wird etwa eine halbe Million Euro niedriger sein als in der laufenden Saison. „Trotzdem wollen wir eine gute Rolle spielen“, sagt Sportvorstand Carsten Gockel.

Osnabrück patzt - Dresden und Aue so gut wie aufgestiegen

Im Aufstiegsrennen sind derweil die Weichen gestellt. Während der VfL Osnabrück den Relegationsrang trotz der 2:4-Pleite in Erfurt behauptete, allerdings nur einen Punkt vor Würzburg liegt, haben Spitzenreiter Dynamo Dresden und der Tabellenzweite Erzgebirge Aue den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga praktisch in der Tasche. Dresden kam gegen Holstein Kiel zwar nicht über ein 0:0 hinaus, hat aber fünf Spiele vor Saisonende 15 Punkte Vorsprung auf Osnabrück. Und auch die von Ex-Preußen-Coach Pavel Dotchev trainierten Auer halten nach dem 1:0-Sieg gegen Werder Bremen II bei acht Punkten vor Osnabrück alle Trümpfe in der Hand.

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