Rechtsextreme attackieren junge Türken
Dortmund gilt als eine Hochburg von gewaltbereiten Rechtsextremen. Auf dem Weihnachtsmarkt sind zwei junge Türken angegriffen worden.

Er war noch am Tatort festgehalten worden und sitzt bereits seit Sonntag in Untersuchungshaft. Die beiden anderen Männer seien „den Behörden bekannt, aber auf freiem Fuß“. Nach zwei Mittätern werde weiter intensiv gesucht. Dortmund gilt neben Köln und dem Raum Aachen als rechte Hochburg. Die Verdächtigen haben laut Staatsanwaltschaft am Samstagabend die 16 und 17 Jahre alten Türken ohne Anlass angesprochen, verprügelt und getreten. Sie trugen dabei laut Polizei die für die rechte Szene typische Kleidung.

Der 16-Jährige sagte aus, die Angreifer hätten ihn mit Springerstiefeln attackiert und dabei ausländerfeindliche Sprüche gebrüllt. Er erlitt Verletzungen, musste aber nicht stationär ins Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Der 24-Jährige mutmaßliche Haupttäter war nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits 2005 wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt worden, weil er einen Punker erstochen hatte. Er hat sich als bekennendes Mitglied der Dortmunder Skinhead-Szene den Schriftzug „Skinhead“ auf den Rücken tätowieren lassen, wie das Gericht bei der Verurteilung 2005 festgestellt hatte.

SOCIAL BOOKMARKS