Region hat Nachholbedarf bei Breitbandausbau
Bild: Evers

An dutzenden Baustellen wird in Hamm derzeit der Ausbau des Glasfasernetzes vorangetrieben. Bis Ende des Jahres werden 75 000 Haushalte und 5600 Gewerbekunden einen schnellen Internetzugang haben, bis 2016 dann nahezu alle 85 500 Haushalte.

Bild: Evers

Nur wenige Kilometer weiter östlich, in den Kreisen Warendorf und Gütersloh können viele Bürger von Hochgeschwindigkeits-Internet nur träumen.

150 Kilometer Glasfaserkabel

75.000 Haushalte und 5600 Gewerbekunden können in Hamm ab Anfang 2015 mit Geschwindigkeiten von 25, 50 oder 100 Megabit pro Sekunde ins Internet. Verlegt werden 150 Kilometer Glasfaserkabel. Zum Vergleich: In den Kreisen Warendorf und Gütersloh sind DSL-Verbindungen mit maximal 6 Megabit in der Sekunde verbreitet. Damit lassen sich Multimediainhalte wie Videos oder Youtube-Filme nicht adäquat darstellen. Verbreitet sind in der Region immerhin Kabelanschlüsse, über die neben dem Fernsehen auch Telefon und schnelles Internet angeboten werden: In Warendorf haben 57 Prozent der Haushalte Zugang zum Kabelangebot, in Beckum und Ahlen sind es um 80 Prozent, in Gütersloh sogar 85 Prozent.

„Ein schneller Internetzugang gehört für Unternehmer mit zu den wichtigsten Standortfaktoren“, sagt Jens von Lengerke von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Es sei ein Irrtum zu glauben, nur Unternehmen der IT-Branche bräuchten einen schnellen Internetzugang. Selbst auf Bauernhöfen würden per Smartphone steuerbare Futteranlagen eingesetzt. „Das sind Anlagen mit höchstem Standard, die ein Breitbandnetz erfordern“, sagt von Lengerke. 

Weitere Einschätzungen zum Breitbandausbau in der Region in der Mittwochsausgabe der „Glocke“ und des „Ahlener Tageblatts“.

SOCIAL BOOKMARKS