Regionale fördert „neues Denken“ und Museumsbau
Bild: Gog

Über drei Ebenen schmiegt sich der Baukörper des neuen Sauerland-Museums wie eine Treppe an das felsige Ruhrufer in Arnsberg (Hochsauerlandkreis). Der über dem Neubau thronende historische „Landsberger Hof“ gehört zum Museumskomplex. Mit dem gestern offiziell eröffneten 14-Millionen-Euro-Projekt wurde der Schlusspunkt unter das NRW-Strukturförderprogramm Regionale 2013 gesetzt.

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Die Regionale und ihr Wirkungsprozess hätten in ganz Südwestfalen erst zu einem neuen Denken geführt, unterstrich der Landrat des Hochsauerlandkreises, Dr. Karl Schneider (CDU), die Worte Laschets. Dann habe die Regionale eine Dynamik hervorgebracht, die alle Erwartungen übertroffen habe.

42 Projekte im Umfang von 300 Millionen Euro

Insgesamt hat die Regionale 2013 nach Angaben der NRW-Regierung 42 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro angestoßen. Land, Bund und Europäische Union (EU) steuerten 200 Millionen Euro Fördergelder bei. Die nächste Regionale (2022) findet in Ostwestfalen-Lippe (OWL) statt. Ihr und ihren geplanten Projekten wurde gestern in Arnsberg ein ebensolcher Erfolg wie in Südwestfalen gewünscht.

Scherenschnitt: (v. l.) Regierungspräsident Hans-Josef Vogel (Arnsberg), Landrat Dr. Karl Schneider (Hochsauerlandkreis), Architekt Martin Bez und Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eröffneten gestern das neue Sauerland-Museum in Arnsberg.
Der spektakuläre Neubau des Sauerland-Museums, dessen drei Ebenen sich hinter einer schmucken Travertin-Fassade an einen felsigen Hang des Ruhrufers anlehnen, galt schon in der Planungsphase als Leuchtturmprojekt der Regionale 2013. Über dem Neubau und mit ihm durch eine Brücke verbunden thront das historische Stadtpalais „Landsberger Hof“, ebenfalls Teil des Sauerland-Museums. In seinem Innenhof traf sich gestern eine illustre Runde zur Einweihung des Millionenprojekts.

„Wurzeln unseres Landes“

Dass im Sauerland-Museum „Wurzeln unseres Landes“ sichtbar werden, brachte Laschet in seinen Grußworten zum Ausdruck. Er bezog sich auf die zentrale Dauerausstellung der Einrichtung, die sich mit der Geschichte des ehemaligen Herzogtums Westfalen von seinen Anfängen um 1180 bis zu seiner Auflösung 1803 beschäftigt. Das Herzogtum grenzte im Norden an die Lippe und umfasste nach Süden hin bis zur hessischen Landesgrenze weite Teil der heutigen Kreise Soest und Olpe, des Märkischen Kreises sowie des Hochsauerlandkreises.

Schneider nannte den Neubau des Sauerland-Museums ein gut sichtbares Beispiel für „fein austarierte Balance zwischen westfälischer Bescheidenheit und gesundem Selbstbewusstsein des ländlichen Raums“. Daran könnten sich andere Regionen im Land zwischen Rhein und Weser ein Beispiel nehmen.

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