Remmel hält an Nationalpark Senne fest
Nach dem Aus für den Teutoburger Wald hält NRW-Umweltminister Johannes Remmel an den Plänen für einen Nationalpark an der Senne fest.

NRW strebt in Ostwestfalen-Lippe seinen zweiten Nationalpark nach dem Gebiet in der Eifel an. Der vom Kreis Lippe in Detmold ursprünglich angestrebte Nationalpark Teutoburger Wald war in dieser Woche am Widerstand von Waldbesitzern, Landwirten, Unternehmen und einigen Parteien gescheitert.

„Die Landesregierung bedauert, dass der Kreis Lippe seine Nationalparkplanungen eingestellt hat“, sagte Remmel. „Es ist bedauerlich, dass ein solch richtungsweisendes Projekt zum Spielball von innerparteilichen Auseinandersetzungen der CDU im Kreis Lippe geworden ist. Damit hat die CDU parteitaktische Interessen über die der Menschen in Ostwestfalen-Lippe gestellt.“

Schlussstrich unter Pläne zum Teutoburger Wald

In Lippe sollte auf Initiative des Kreistags ein Nationalpark entstehen, der später mit einem möglichen Nationalpark in der noch von den britischen Streitkräften genutzten Senne zusammengelegt werden sollte. Diese wollen zwar bis 2020 abziehen, erwägen aber eine weitere Nutzung des Übungsplatzes. Stephan Prinz zur Lippe, dem ein Fünftel der eingeplanten Waldfläche im Teutoburger Wald gehört, hatte Remmel aufgefordert, einen Schlussstrich unter die Nationalpark-Pläne zu ziehen.

Umfrage: 86 Prozent der Bevölkerung wünscht sich Nationalpark

Remmel erinnerte dagegen an die jüngste Emnid-Umfrage im Auftrag des Fördervereins Nationalpark Senne-Eggegebirge. Demnach wünschen sich 86 Prozent der Bevölkerung von NRW und 76 Prozent der Menschen in Ostwestfalen-Lippe einen Nationalpark in Senne-Teutoburger Wald-Eggegebirge.

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