Revierclubs erleben Himmel und Hölle
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Geht doch: Mario Götze gelang das Tor zum zwischenzeitlichen 3:1 für Borussia Dortmund. Doch die stark auftretenden Werkself von Bayer Leverkusen kämpfte unverdrossen, erzielte immerhin noch den Anschlusstreffer.  
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Manager Christian Heidel verlässt die Gelsenkirchener im Sommer. Nachfolger sind offensichtlich schon gefunden.

Eine stark auftretende Elf von Bayer Leverkusen hat Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund am Sonntagabend im eigenen Stadion dominiert. Doch mit großer Moral, viel Aufwand und einer Portion Glück hat der BVB den Bayer-Angriff abgewehrt und den Drei-Punkte-Vorsprung auf Verfolger FC Bayern verteidigt. „Wir hatten nicht wirklich die Spielkontrolle“, fasste BVB-Sportdirektor Michael Zorc nach dem 3:2 (2:1)-Sieg am Sonntagabend seine Eindrücke zusammen. Dan-Axel Zagadou (30.), Jadon Sancho (38.) und Mario Götze (60.) stellten den wichtigen BVB-Erfolg sicher. Für die Werkself trafen Kevin Volland (37.) und Jonathan Tah (75.), doch zum Punktgewinn reichte es trotz der guten Leistung nicht mehr.

BVB-Sieg etwas glücklich

 Für Bayer-Coach Peter Bosz war die Rückkehr an alte Wirkungsstätte nicht von Erfolg gekrönt. „Wir waren hier, um zu gewinnen. Das haben wir nicht geschafft. Deswegen sind wir enttäuscht“, erklärte der Niederländer, der den BVB vom 1. Juli bis zum 10. Dezember 2017 trainierte. „Es hat vielleicht nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die glücklichere.“

Manager Heidel verlässt Schalke

Dagegen hat Schalkes Manager Christian Heidel hat nach den monatelangen Querelen um seine Person einen Schlussstrich unter sein Engagement beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 gezogen. Der 55-Jährige kündigte nach dem 0:3 (0:1) bei seinem Ex-Club FSV Mainz 05 seinen Rücktritt spätestens zum Saisonende an. „Ich bin gesamtverantwortlich für den sportlichen Bereich. Das war bis zum Sommer okay, aber in dieser Saison stehen wir in der Bundesliga einfach schlecht da“, sagte Heidel dem TV-Sender Sky und begründete seine Entscheidung auch mit den ständigen Debatten um seine Position: „Ich bin jemand, der konsequent ist. Ich kann mich nicht hinstellen und sagen: „Ich stehe für Ruhe“, wenn ich der Auslöser für Unruhe bin.“ Heidels Vertrag wird zum 30. Juni 2019 aufgelöst.

Nachfolger schon gefunden?

Michael Reschke und Jonas Boldt sollen nach Informationen der „Bild“-Zeitung im Sommer als Nachfolger von Manager Christian Heidel zum Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 kommen. Der 61 Jahre alte Reschke soll dem Bericht zufolge Sportvorstand bei den Königsblauen werden, der 37 Jahre alte Boldt unter ihm als Sportdirektor arbeiten. Beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Leverkusen. Reschke war vor rund 18 Monaten vom FC Bayern als Sportvorstand zum VfB Stuttgart gekommen. Erst am 12. Februar war er beim schwäbischen Fußball-Bundesligisten abberufen worden. Boldt habe laut „Bild“ bei einem Geheimtreffen mit Schalkes Club-Boss Clemens Tönnies und Heidel am 15. Januar signalisiert, „dass er weiter als zweiter und nicht als erster Mann arbeiten wolle“.

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