Roboter sollen beim Deutschlernen helfen
Roboterkind „Nao“ wird von Wissenschaftlern der Universität Bielefeld ab Januar als Sprachtrainer für junge Zuwanderer eingesetzt.

Zum Einsatz kommen soll das Roboterkind „Nao“, ein knapp 60 Zentimeter großer Roboter eines französischen Herstellers. Er verfügt über Kameras und Mikrofone und ist daher in der Lage mit seiner Umwelt zu kommunizieren.

„Jedes Kind einzeln in einer Zweitsprache zu unterrichten, das können Kindertagesstätten gewöhnlich nicht leisten. Roboter können die zusätzliche Leistung anbieten“, beschreibt Prof. Stefan Kopp, ein Experte für künstliche Intelligenz an der Universität Bielefeld, die Motivation hinter dem im Januar beginnenden Forschungsprojekt.

Der niedliche Roboter könne dabei motivierend auf die Kinder wirken und spielerisch einfache Sprachkenntnisse wie Zahlen oder Präpositionen vermitteln. Durch die Sprachkurse soll „Nao“ mit Hilfe von Übungen und simplen Bildergeschichten auf einem Tablet-PC führen.

Die Wissenschaftler wollen „Nao“ beibringen, die Stimmungslage und Lernfortschritte der Kinder zu erkennen, so dass er darauf reagieren kann. „Wir programmieren den Roboter so, dass er die Interaktion mit dem Kind steuern kann, so dass das Kind möglichst gut unterstützt wird“, erklärte Kirsten Bergmann, eine Mitarbeiterin der Forschungsgruppe.

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