Rote Pandabären im Dortmunder Zoo
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Die beiden Panda-Geschwister erkunden am Freitag im Dortmunder Zoo zum ersten Mal das Außengehege und fressen Bambus.
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Weil Mutter Shaiming im August 2010 kurz nach der Geburt starb, päppelten Zoopfleger die Bären - ein Männchen, ein Weibchen - hinter den Kulissen mit Milchersatz und Obst auf. Pandamännchen haben nichts mit der Aufzucht am Hut: Panda-Papa Tiang Ming floh sogar ein paar Mal aus dem Gehege, als er mit den zwei Babybärchen alleine war.

„Kuscheltier sind das auf keinen Fall“

Panda-Papas einmal ausgenommen - wer würde sich nicht gerne um die niedlichen Bärchen kümmern: mit ihren Knopfäuglein, fuchsrotem Rücken und dichtem, zarten Fell? Doch auch wenn sie knuddelig und wie eine Mischung aus Fuchs, Waschbär und dicklicher Katze aussehen: "Kuscheltiere sind das auf keinen Fall", sagt eine Pflegerin im Dortmunder Zoo über die Bären, die sie zweimal am Tag füttert. Die Tiere haben scharfe Krallen und beißen und fauchen schon mal, wenn ihnen etwas nicht passt. Auch Pfleger Frank Grapatin sagt: "Sie lernen, aus der Hand zu fressen, aber streicheln können wir sie nicht."

Seit die Bärenmutter an den Folgen eines Lungenwurmbefalls starb, hat sich der 32-Jährige gemeinsam mit anderen Pflegern um die Kleinen gekümmert. "Die haben damals ein Kilo gewogen." Acht Wochen habe es gedauert, bis er sicher war, die Kleinen würden überleben. "Die haben überall in der Anlage nach der Mutter gesucht", erzählt der Pfleger. Inzwischen sind die beiden Geschwisterchen wohlauf. Mehr als vier Kilo bringt jedes von ihnen auf die Waage. 

Weibchen kommt in anderen Zoo

Allzu lange werden die beiden Bären wohl nicht mehr gemeinsam herumtollen können. "Das Weibchen kommt in einen anderen Zoo", sagt die wissenschaftliche Assistentin des Zoodirektors, Nadja Niemann. Dort soll es für weitere kleine Bären sorgen. Zu dem Männchen soll eine neue Bärin ziehen.

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