SC Preußen: Debüt für Schulze Niehues
Bild: Münsterview
Erstmals seit fast zwei Jahren steht der gebürtiger Warendorfer Max Schulze Niehues wieder in einem Drittliga-Spiel des SC Preußen Münster im Tor - und das ausgerechnet gegen den VfL Osnabrück.
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Gegner ist ausgerechnet der VfL Osnabrück (14 Uhr). Die Rotsperre der etatmäßigen Nummer eins Daniel Masuch, die am Freitag auf ein Spiel reduziert wurde, katapultiert den 25-Jährigen in die Startelf – ein besonderer Augenblick in einer Saison, die nicht wirklich nach Wunsch gelaufen ist. Schulze Niehues ist hinter Masuch die Nummer zwei der Preußen, stand aber wegen der U-23-Regel nur zweimal im Drittliga-Kader. Der drei Jahre jüngere Aziz Recep nahm stattdessen den Platz auf der Bank ein.

„Leidtragender der U-23-Regelung“

„Ich bin der Leidtragende dieser U-23-Regelung“, sagt Schulze Niehues, der zumeist in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt. Als Vorwurf an die Vereinsführung will er diese Problematik nicht verstanden wissen. „Wir haben vor der Saison alle Eventualitäten durchgespielt, ich wusste also, was auf mich zukommen könnte.“ Mit durchaus vorhandenen anderen Optionen beschäftigte sich der Warendorfer, der in Münster Sport und Geschichte auf Lehramt studiert, dennoch nicht ernsthaft. „Ich bin von der B-Jugend der Warendorfer SU nach Münster gewechselt. Die Preußen sind so etwas wie mein Heimatverein. Ich freue mich einfach darüber, dort in der ersten Mannschaft spielen zu dürfen.“

Vertrag läuft aus - Zukunft ungewiss

 Im Sommer läuft sein Vertrag beim SCP aus, ob und wie es weitergeht, steht noch nicht fest. „Kein Problem“, sagt Schulze Niehues. In diesen Tagen und Wochen gibt es Wichtigeres – der Kampf um den Klassenerhalt zum Beispiel. Bei weiter nur vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz bangt Münster vor dem Duell gegen die wider Erwarten starken Osnabrücker weiter um den Ligaverbleib. Die Lage bleibt prekär. „Ich konzentriere mich jetzt erstmal auf das Spiel am Samstag und freue mich sehr darauf“, betont Schulze Niehues: „Wir müssen schnell sehen, dass wir die nötigen Punkte holen, um in der Liga zu bleiben. Alles Weitere wird man dann sehen.“ Neben Masuch fehlt den Preußen auch Dennis Grote. Der sah beim 0:0 in Stuttgart die fünfte Gelbe Karte und ist gesperrt. Mehmet Kara oder Amaury Bischoff werden ihn ersetzen.

Fahnenverbot sorgt für Kritik bei den Fans

Das Verbot von Zaun-, Block- und Schwenkfahnen wegen der besonderen Sicherheitsproblematik sorgt unterdessen vor dem brisanten Derby in beiden Fanlagern für Kritik. Die Polizei begründet ihre Entscheidung mit Vorfällen aus der Vergangenheit, als Anhänger beider Vereine im Schutz von großen Fahnen Pyrotechnik abgebrannt und Böller gezündet hätten. „Dieses Verbot taugt nicht dazu, das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände zu verhindert“, entgegnet Andreas Bode, Sprecher des Fanprojekts SC Preußen Münster, und befürchtet: „Dieses Verbot taugt eher dazu, eine am Derbytag ohnehin angespannte Stimmungslage möglicherweise eskalieren zu lassen.“  An die 1000 Sicherheitskräfte werden am Samstag im Einsatz sein.

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