SCP steigt auf, Arminia in Relegation
Riesenfreude bei den Paderbornern: Paderborns Torschütze zum 2:1, Mario Vrancic (2.v.l) jubelt mit seinen Teamkollegen Mahir Saglik, Mario Vucinovic (hinten), Alban Meha (vorn) und Christian Strohdiek (r).

Während Paderborn künftig  in der Beletage des deutschen Fußballs vertreten ist, muss Bielefeld  noch um den Verbleib in Liga zwei zittern. Am 16. und 19. Mai (jeweils 20.30 Uhr) trifft man in der Relegation auf Darmstadt 98, den Dritten der 3. Liga. Das erste Spiel bestreitet Bielefeld auswärts.

Der SC Paderborn  wahrte am Sonntag vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena dank der Tore von Marc Vucinovic (14. Minute) und Mario Vrancic (21.) den Zwei-Punkte-Vorsprung auf die SpVgg Greuther Fürth und wird damit zum 53. Debütanten im Fußball-Oberhaus. Den Führungstreffer für die Gäste erzielte Joel Pohjanpalo (9.).

Die Erfolgsstory überrascht selbst die kühnsten Optimisten. Trotz eines geringen Etats von nur 6,2 Millionen Euro sicherte sich Paderborn hinter dem 1. FC Köln den zweiten Tabellenplatz. Ein starker Saison-Endspurt mit zuletzt nur einer Niederlage in zehn Spielen ebnete dem Verein den Weg ins Glück.

Auch im vorerst letzten Zweitliga-Spiel erwies sich die Mannschaft als nervenstark und steckte den Rückstand durch den Finnen Pohjanpalo schnell weg. Fünf Minuten später bereitete Vrancic den Ausgleich durch Vucinovic vor, danach vollendete er selbst zum 2:1. Es war zugleich der Endstand, um den Paderborn in Hälfte zwei bis zum Abpfiff gegen engagierte Aalener zittern musste.

Klos trifft doppel für Arminia

Fabian Klos (41./63.) brachte die Bielefelder vor 29 608 Zuschauern mit einem Doppelpack in Front. Mickael Poté (65.) und Robert Koch (75.) schafften den Dresdner Ausgleich, ehe Kacper Przybylko (76.) das entscheidende 3:2 für die Ostwestfalen gelang, die nun in zwei Relegationsspielen auf Darmstadt 98 treffen. Thomas Hübener (37.) und Dynamos Cheikh Gueye (59.) sahen in der umkämpften Partie Gelb-Rot. Wegen des Werfens von Feuerwerkskörpern war das Spiel in der zweiten Halbzeit für 15 Minuten von Schiedsrichter Manuel Gräfe unterbrochen worden. Bielefeld zeigte sich in der ersten Halbzeit zielstrebiger im Spiel nach vorn. Vor dem Treffer, bei dem die gesamte Dresdner Abwehr nicht gut aussah, hatten bereits Tom Schütz (11.) und Klos (13.) gute Chancen verstreichen lassen.

 Bei einem Kopfball von Klos an den Innenpfosten in der Nachspielzeit lag sogar das 0:2 in der Luft. Dynamo agierte zu zaghaft und hatte nur durch Gueye unmittelbar vor dem Gegentor eine vielversprechende Möglichkeit. Nach dem Wechsel überschlugen sich die Ereignisse. Nach dem 2:0 der Arminen und der Spielunterbrechung schien Dynamo den Kontrahenten noch zu überrollen, doch Przybylkos Treffer zerstörte die Hoffnungen des Gastgebers auf das Erreichen der Relegation.

SC Paderborn: Kruse - Heinloth, Strohdiek, Hünemeier, Brückner - Ziegler - Vucinovic, Bakalorz (89. Krösche), Vrancic, Meha (83. Bertels) - Saglik (73. Koc)

Arminia Bielefeld: Ortega - Strifler, Hübener, Salger, Feick - Schütz - Przybylko, Müller, Riese (39. Burmeister), Sahar (57. Appiah) - Klos (85. Schönfeld)

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