SPD-Waidgenossen beunruhigt über Zukunft der Jagd

Neben Waldbauern und Landwirten sorgt sich auch der Initiativkreis sozialdemokratischer Jäger in NRW, „Die Waidgenossen“, um die von NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) versprochene positive Zukunft der Jagd.

„Die Positionen der Natur- und Tierschutzorganisationen kommen einer Abschaffung der Jagd gleich, die mit den Belangen einer nachhaltigen Landwirtschaft und eines naturnahen Waldbaus unvereinbar ist“, so der Dortmunder Rechtsanwalt Uwe Lüders, Sprecher der Waidgenossen. Wer die Jagd derart reglementieren und unattraktiv machen wolle wie die Verfasser des Positionspapieres, der nehme ausufernde Schwarzwildbestände mit höchsten Gesundheitsgefahren für Mensch, Haus- und Nutztiere ebenso in Kauf wie exorbitante Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft, so Lüders weiter.

Gegen die massiven zeitlichen Einschränkungen, die nach Meinung der Natur- und Tierschützer für die Jagd auf Schwarzwild, Rehwild und andere Schalenwildarten gelten sollen, beziehen die sozialdemokratischen Jäger ebenso eindeutig Position wie gegen Beschränkungen bei der Raubwildjagd. Einschränkungen insbesondere der Jagd auf Fuchs, Dachs, Marder und Waschbären würden vielerorts das Aus für die durch Klimawandel, Pestizide und Biotopverluste ohnehin schon stark geschwächten Niederwildarten wie Hase, Fasan und ungezählte Bodenbrüter bedeuten. In diesem Zusammenhang merken die Waidgenossen an, dass viele Naturschutzvereinigungen in den ihnen gehörenden Naturschutzreservaten selbst die Fallenjagd auf Raubwild zuließen, um Niederwild und bodenbrütende Vogelarten zu schützen.

„Wenn nun dieselben Akteure das landesweit flächendeckende Ende der Raubwildbejagung fordern, so stinkt diese Doppelmoral gewaltig“, merkt der Gevelsberger Bürgermeister und Jäger Claus Jacobi (SPD) an, der mehr als 25 Jahre Mitglied im Naturschutzbund (Nabu) und im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist. Für die aktuellen Verlautbarungen „seiner“ Naturschutzverbände auf Landesebene hat er kein Verständnis. Bei der Weiterentwicklung des Jagdrechts müsse es ausschließlich um eine pragmatische ökologische Fortentwicklung des bewährten Jagdrechts gehen, bei der blanke Ideologie nichts zu suchen habe.

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