Sanitäter angegriffen und Navi beschädigt
Symbolfoto: dpa
Gleich zwei Mal ist am Wochenende im Ruhrgebiet Rettungsdienstpersonal beziehungsweise dessen Ausrüstung angegriffen worden.
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In Herne behandelten zwei Sanitäter am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr einen Mann, der zuvor gestürzt war. Den Rettungswagen hatten sie auf der Straße abgestellt, da keine andere Parkmöglichkeit in der Nähe des Verletzten zur Verfügung stand, berichtet die Polizei.

Rettungswagen steht Autofahrer im Weg

Nach bisherigem Ermittlungsstand der Beamten tauchte plötzlich von hinten ein Pkw auf, dessen Fahrer mehrfach die Lichthupe betätigte. Die Rettungssanitäter reagierten darauf nicht und setzten die Erstversorgung des Verletzten fort. Wenig später gelang es dem Autofahrer dann doch, an dem Rettungswagen vorbeizufahren.

Kurz danach hielt der Mann an, lief auf einen der Sanitäter (22) zu und schlug ihm kräftig gegen den Brustkorb. Danach entfernte sich die Person wortlos von der Örtlichkeit. Nach der ärztlichen Behandlung stellte sich heraus, dass der verletzte Herner nicht mehr dienstfähig war. Nach einer Halterfeststellung suchten die Beamten den Tatverdächtigen, einen 34 Jahre alten Herner, noch in den späten Abendstunden an seiner Wohnanschrift auf. Gegen ihn wird jetzt ermittelt.

Einsatz vor dem Hauptbahnhof in Hamm

Ein zweiter Vorfall ereignete sich in Hamm. Während eines Einsatzes hat ein Dieb dort eine Feuerwehrjacke aus einem abgestellten Notarztwagen gestohlen. Zudem sei das Navigationssystem in dem Fahrzeug beschädigt worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Demnach hatte eine 44 Jahre alte Beamtin der Feuerwehr in der Nacht zum Samstag einsatzbedingt vor dem Hauptbahnhof geparkt. Eine bisher nicht ermittelte Person sei dann über die nicht richtig verschlossene Beifahrertür in den Wagen gelangt, sagte ein Polizeisprecher. Als die 44-Jährige Feuerwehrfrau zurückgekommen sei, habe ihre Jacke gefehlt. Das Navigationssystem hing nur noch an der Verkabelung - man hatte es offensichtlich versucht herauszureißen. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.

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