Scheinwerferfirma Hella mit Sorgen
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Der Scheinwerferhersteller Hella legte am Freitag die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Schwächen in der Autobranche machen auch dem Familienunternehmen aus Lippstadt zu schaffen. 
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Das werde auch seine Firma zu spüren bekommen. Positiveren Prognosen, wonach der Markt sich bald erhole und es insgesamt nur ein kleines Minus geben werde, schenkt er vorerst keinen Glauben. Es sei möglich, dass der Hella-Jahresumsatz auf gleicher Basis erstmals seit etwa 15 Jahren schrumpfe, so der Manager. „Das wirtschaftliche Umfeld trübt sich aus unserer Sicht weiter ein.“ Gründe seien die China-Marktschwäche, Handelskonflikte und politische Unsicherheiten. In dem abgelaufenen Geschäftsjahr, das bei Hella bis Ende Mai ging, verbuchte die Firma 7 Milliarden Euro Umsatz. Rechnet man ein während des Geschäftsjahres verkauftes Großhandelsgeschäft raus, sind es 6,8 Milliarden Euro. In diesem Jahr wird nur eine Spanne von 6,5 bis 7 Milliarden Euro angepeilt. Im vergangenen Jahr konnte Hella immerhin ein Umsatzplus von fünf Prozent einfahren. Allerdings wurde das Wachstum stark gebremst - hatte es im ersten Quartal noch rund zehn Prozent Plus gegeben, waren es im vierten und letzten Quartal 2018/19 nur noch etwa zwei Prozent Plus gewesen. Angesichts des Marktumfeldes habe man insgesamt „sehr gut abgeschlossen“, betonte Breidenbach. Der Nettogewinn schnellte sogar von 390 auf 630 Millionen Euro hoch. Ein Großteil entfiel auf den Verkauf des Großhandelsgeschäfts, was 395 Millionen Euro einbrachte.

Autonomes Fahren großes Thema

Große Erwartungen verknüpft Hella mit dem Thema autonomes Fahren - aus Sicht des Unternehmens wird der Bedarf an Lichtern, Sensoren und Kamerasoftware weiter steigen. Bisher ist autonomes Fahren nur in abgespeckter Version im Straßenverkehr vorhanden - etwa über Stau- und Spurassistenten oder Einparkhilfen, wenn also das Lenken dem Fahrer zumindest zeitweise abgenommen wird. „Das ganze Thema Licht wird beim autonomen oder assistierten Fahren im Innenraum und an der Außenkarossiere eine größere Rolle spielen“, sagte Breidenbach. Denkbar sei, dass Lastwagen, die automatisch hintereinander herfahren, eine andere Außenbeleuchtung haben als einzeln fahrende Lkw, so der Manager. Dies könnte den anderen Verkehrsteilnehmern helfen. Ein weiteres Beispiel für zusätzliches Geschäftspotenzial von Hella: Autonom fahrende Autos könnten Fußgängern mit speziellem Licht signalisieren, dass sie erkannt wurden - bisher trauen sich Passanten bisweilen erst nach Blickkontakt über den Zebrastreifen. Diese Möglichkeit fiele weg, wenn die Person im Auto gar nicht mehr auf die Straße achtet.

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