Schlafbrillen-Porträts im Picasso-Museum
Bild: Behler
Der Journalist Freddy Langer hat eine skurrile Porträt-Methode: Er setzt prominenten Musikern, Schriftstellern und Sportlern eine Schlafbrille auf und fotografiert sie. Das Picasso-Museum in Münster zeigt 200 seiner Werke.  
Bild: Behler

„Die Gesichter, die eine Maske sind, bekommen eine Maske aufgesetzt“, formuliert der Frankfurter. Die Liste seiner derart abgelichteten Promis umfasst 400 Namen: Künstler wie Andy Warhol und Georg Baselitz, Schauspieler wie Claudia Cardinale und Dennis Hopper, Musiker wie Campino und Marianne Faithfull. Unter dem Titel „Lost Faces“ sind vom heutigen Samstag an bis zum 23. September 200 von Langers Porträts im Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster zu sehen.

„Wird langsam Zeit, dass Sie fragen!“

So verquer es klingt: Mit der Schlafbrille, teilverhüllt und blind, werden viele Bekanntheiten richtig locker. Manche albern herum, strecken die Zunge heraus. Die meisten Gesichter wirken indes unspektakulär, still, tiefgründig.

Die Begeisterung der Prominenten auf Langers Porträt-Anfragen ist unterschiedlich: Während Verhüllungskünstler Christo ein Foto bisher verweigerte („Ich lass mich nicht verpacken!“), konnte es TV-Journalist Ulrich Wickert kaum abwarten („Wird auch langsam Zeit, dass Sie fragen!“).

100 Grafiken des Namensgebers

Parallel zu „Lost Faces“ zeigt das Picasso-Museum in der Ausstellung „Picasso unter Druck“ 100 Grafiken seines Namensgebers aus eigenem Bestand.

Den vollständigen Bericht lesen sie in der Wochenend-Ausgabe der „Glocke.

SOCIAL BOOKMARKS