Schmerzensgeld wegen Haarwuchs-Mittel
Bild: dpa
Ein Kläger aus NRW verlangt Schadenersatz und Schmerzensgeld, weil ein häufig verkauftes Haarwuchsmittel bei ihm gravierende Nebenwirkungen ausgelöst habe.
Bild: dpa

Ein Gerichtssprecher sagte, der Kläger habe die geforderte Summe in seinem Antrag als vorläufig bezeichnet. In der mündlichen Verhandlung habe er angegeben, unter schweren Nebenwirkungen zu leiden - einem „Post-Finasterid-Syndrom“.

Gravierende Nebenwirkungen wie Depressionen

Die Haarwuchspillen mit dem Wirkstoff Finasterid hätten beim Kläger gravierende Nebenwirkungen wie Depressionen und sexuelle Dysfunktionen - etwa Erektionsstörungen - ausgelöst, betonte ein Sprecher der Roland ProzessFinanz AG. Der Prozessfinanzierer unterstützt die Klage und spricht von einem „Musterfall“.

Eine weitere „Musterklage“ sei in Berlin angelaufen, eine dritte für Oktober in Stuttgart geplant. Es gebe viele Finasterid-Geschädigte. Der Wirkstoff ist in mehreren verschreibungspflichtigen Arzneimitteln enthalten und wird zur Behandlung von veranlagungsbedingtem Haarausfall oder einer gutartigen Prostatavergrößerung verordnet.

Auch in Deutschland oft gegen Haarausfall eingesetzt

Nach Expertenangaben wird Finasterid auch in Deutschland häufig gegen Haarausfall eingesetzt und jedes Jahr tausendfach über die Apotheken verkauft.

SOCIAL BOOKMARKS