Schweinehalter beklagen Einbußen
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Sollen Schweine artgerecht gehalten werden, müssen die Preise steigen, fordern die Schweinehalter.
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 Mit Tönnies, Vion, Westfleisch und Danish Crown haben die vier größten Unternehmen der Branche ihre Teilnahme zugesagt und wollen sich einer Diskussion mit den Landwirten stellen, sagte eine Sprecherin des Verbands. 11 000 Schweineerzeuger aus ganz Deutschland gehören der Organisation an. Zu den „Schweinehochburgen“ in Deutschland gehören das Münsterland und die niedersächsische Weser-Ems-Region. Zur Jahreswende lag der Kilopreis bei 1,28 Euro, berichtet ISN-Marktreferent Matthias Quaing. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, sei eigentlich ein Erlös zwischen 1,60 und 1,70 Euro notwendig. Es gebe zwar wieder Anzeichen, dass die Preise anziehen, das geschehe aber noch auf einem sehr niedrigen Niveau, zwischen zwei und fünf Cent pro Kilo. Vor allem der Handelsstopp mit Russland hat die Schlachtpreise rasant in den Keller gehen lassen. Trotz dieses fast historischen Tiefs bei den Erzeugerpreisen seien die Preise für die Endverbraucher an der Fleischtheke kaum gefallen. „Wir möchten gerne wissen, in welche Taschen das Geld geflossen ist?“, sagt Quaing. Es sind aber nicht nur die Preise, die die Schweinehalter unter Druck setzen. Auch die andauernde Diskussion über die Massentierhaltung in Deutschland beschäftigt die Branche. Hoffnungen setzen die Landwirte unter anderem in die „Initiative Tierwohl“, einen Zusammenschluss von Unternehmen, Bauernverbänden und Lebensmittelhändlern, der die Haltungsbedingungen in Deutschland verbessern soll. „Das könnte den Druck von uns nehmen“, sagt Quaing. Die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA verfolgt die Branche mit gemischten Gefühlen. Zu den Preisen wie in Amerika könnten deutsche Landwirte nicht produzieren, sagt Quaing. „Wir würden da gerne mehr hinliefern.“

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