Schwule Königspaare im Schützenumzug tabu
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Homosexuelle Paare wie Königsgemahl Oliver Hermsdorf mit König Dirk Winter (Bildmitte) dürfen keinen Schützenumzug mehr anführen. Das beschloss der Bund der Historischen Schtzenbruderschaften bei seinem Verbandstag in Leverkusen. Das Bild zeigt das gleichgeschlechtliche Königspaar aus Münster mit weiteren Regenten bei einem Gemeinschaftsball der Schützen.
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450 Delegierte stimmten für ein Verbot,  28 dagegen. 18 Stimmberechtigte enthielten sich. Das teilte ein Verbandssprecher mit.  Der Verband vertritt damit die Linie, dass schwule Schützenkönige bei Umzügen nicht mehr direkt neben ihrem gleichgeschlechtlichen Lebenspartner auftreten sollen. Der Antrag wurde allerdings im Detail kurzfristig umformuliert: Dem Partner eines schwulen Schützenkönigs ist es demnach erlaubt, in der zweiten Reihe hinterher zu gehen. Auch eine Frau an der Seite des Schützenkönigs ist nicht mehr zwingend. Ursprünglich wurde von Verbandsmitgliedern beantragt, schwulen Schützenkönigen eine Frau an ihrer Seite bei Umzügen vorzuschreiben.

 „Das öffentliche Auftreten als gleichgeschlechtliches Königspaar ist mit der christlichen Tradition der Bruderschaften nicht vereinbar“, hieß es in einer am Sonntag verteilten Stellungnahme. In Gang gekommen war die Debatte durch den Münsteraner Schützenkönig Dirk Winter, der im vergangenen Sommer seinen langjährigen Lebenspartner mit auf den Thron genommen hatte. Schützen aus Paderborn und Münster stellten daraufhin den Antrag, gleichgeschlechtliche Königspaare zu verbieten.

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