Seniorenresidenz: Baubeginn für Sommer geplant
Bild: Plan- und Bauwerk
Für Spätsommer 2019 ist die Eröffnung der Seniorenresidenz Clarholz an der Kreuzung Marienfelder Straße/B 64 geplant. Bauherr ist die Lindhorst-Gruppe aus Winsen an der Aller. 80 Plätze wird das Heim bieten, davon 13 in einer Wohngruppe für jüngere Pflegebedürftige.
Bild: Plan- und Bauwerk

Zwischen B 64 (links) und Marienfelder Straße: Auf dem ehemaligen Gildemeister-Areal entsteht das Seniorenheim. Die Gemeinde reißt noch das große rote Gebäude im Hintergrund sowie das kleinere Wohnhaus zur Rechten ab.
Beim Kreis hieß es auf Anfrage der „Glocke“, von acht angeforderten Stellungnahmen zu dem Bauvorhaben „Seniorenresidenz“ seien inzwischen fünf eingegangen. Diese seien positiv.

Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz hatte die Pläne der Lindhorst-Gruppe (Winsen/Aller) zur Vorabprüfung noch einmal auf den Tisch bekommen und habe keine Beanstandungen gehabt, sagte Baufachbereichsleiter Karl-Hermann Schlepphorst der „Glocke“. Zum einen handelt es sich um den Bau des Altenheims auf der Fläche zwischen Marienfelder Straße und Beelener Straße (B 64) und zum anderen um Betreutes Wohnen auf der anderen Seite der Bundesstraße. An der Letter Straße, auf dem teilweise als Parkplatz genutzten Areal gleich an der Bahnlinie, soll ein Haus mit 18 Apartments entstehen. Dort hat der Investor bereits Bäume fällen lassen.

Investor hofft auf grünes Licht im Juni

Sobald die Behörde grünes Licht gegeben habe, wolle die Lindhorst-Gruppe mit beiden Projekten starten, erklärte Kay Grünewald (kaufmännische Leitung und Projektsteuerung) auf Anfrage. „Wir hoffen, im Juni die Baugenehmigung zu haben, und dann wollen wir sofort loslegen.“ Aufgrund der Bodenverhältnisse müssten beide Gebäude auf Betonbohrpfählen errichtet werden.

48 Vollzeitjobs entstehen

Die Seniorenresidenz (4355 Quadratmeter Nutzfläche) und das Betreute Wohnen (1250 Quadratmeter) sollen im Spätsommer 2019 eröffnet werden. 48 Vollzeitarbeitsplätze entstehen laut Grünewald. Einen externen Betreiber für die Einrichtungen habe man bis jetzt nicht gefunden. Deshalb werde den Betrieb mit der Tochtergesellschaft Medico selbst übernehmen.

Heimaufsicht sieht Bedarf an Heimplätzen jetzt schon gedeckt

Die Heimaufsicht des Kreises Gütersloh sieht nicht genügend Bedarf an weiteren Heimplätzen in Herzebrock-Clarholz. „Es wird schwer, aber wir sehen Potenzial“, sagt Kay Grünewald.

Die Lindhorst-Gruppe hat der Gemeinde an der Marienfelder Straße rund 3650 Quadratmeter und an der Letter Straße rund 2040 Quadratmeter Grund abgekauft. In beiden Fällen hat die Gemeinde ein Stück Land zurückgehalten – für den Fall, dass die Pläne für den Ausbau der Nordstraßen-Kreuzung nicht umsetzbar sind und die Marienfelder/Letter Straße ausgebaut werden müssten.

Gemeinde lässt noch zwei alte Häuser abreißen

Bevor der Bauherr die Bagger für die Residenz anrücken lassen kann, muss die Gemeinde noch zwei leerstehende Häuser abreißen lassen. Damit wird Gildemeister endgültig Geschichte sein.

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Zwischen B 64 (links) und Marienfelder Straße: Auf dem ehemaligen Gildemeister-Areal entsteht das Seniorenheim. Die Gemeinde reißt noch das große rote Gebäude im Hintergrund sowie das kleinere Wohnhaus zur Rechten ab.
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