Skulpturen widmen sich Digitalisierung
Bild: Behler
Den großen Wurf planen mit den Skulptur Projekten Münster 2017 (v. l.) Oberbürgermeister Markus Lewe, Dr. Hermann Arnhold (Direktor Museum für Kunst und Kultur), Projektleiterin Imke Itzen, das Kuratorenteam mit Dr. Marianne Wagner, Prof. Kasper König und Britta Peters sowie Matthias Löb (Direktor Landschaftsverband).
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Vom 10. Juni bis zum 1. Oktober 2017 werde sich Münster einmal mehr „in ein internationales Kunstzentrum verwandeln, das Besucher aus der ganzen Welt anlockt“, freute sich Oberbürgermeister Markus Lewe. „Es ist ein Format, um das uns viele Regionen der Welt beneiden.“

Mit Lagerfeuer Handy aufladen

Die grundlegende Frage für die inhaltliche Ausrichtung war: Wie hat sich die Welt seit den letzten Skulptur Projekten verändert? Als Kernthema erkannte das Kuratorenteam um Prof. Kasper König die zunehmende Digitalisierung: die soziale und globale Vernetzung, die Probleme von Datenspeicherung und Überwachung, die Vermischung von analog und digital, von öffentlich und privat. Als Reaktion verknüpft etwa der Berliner Künstler Aram Bartholl die moderne Technik mit dem archaischen Bild des Lagerfeuers, dessen erzeugte Energie Handys aufladen soll. Die veränderte Bedeutung des Körperlichen sollen zahlreiche Aufführungen beleuchten: Im Gespräch sind zum Beispiel die Rumänin Alexandra Pirici und der französische Tänzer und Choreograph Xavier Le Roy, deren Arbeiten sich dem Verhältnis von Körper, Skulptur und Stadt widmen.

Für die Personalauswahl hat König weitere Ideen: Neben einer Frauenquote von 50 Prozent soll von den bisherigen Skulptur Projekten je ein Künstler eingeladen werden.

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