Smartphones Fluch und Segen zugleich
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Auf ihre Handys und Smartphones können Jugendliche heute kaum noch verzichten. Während des Unterrichts sollten die Mobilfunkgeräte eigentlich in den Schultaschen verschwinden. Oft halten sich Schüler nicht daran und riskieren, dass die Lehrer die geliebten Handys zeitweise einkassieren. Nach Schätzung der Schulleitung werden an der Janusz-Korczak-Gesamtschule Gütersloh wöchentlich fünf Smartphones einkassiert. An der Geschwister-Scholl-Hauptschule in Ahlen sind es im selben Zeitraum bis zu zehn Geräte.
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Das Handy mal links liegen zu lassen fällt schwer – selbst zu Unterrichtszeiten. Schulen in der Region reagieren auf das suchtähnliche Phänomen mit begrenzten bis hin zu strikten Handy-Verboten. Sie sind weitgehend auf sich gestellt: An klaren Vorgaben der Politik fehlt es.

An der Janusz-Korczak-Gesamtschule Gütersloh mit 1350 Schülern hat die Schulkonferenz für die Sekundarstufe I ein absolutes Handyverbot in der Unterrichtszeit und auf dem Schulgelände beschlossen. „Die Regelung stößt auf Akzeptanz“, sagt Schulleiterin Petra Hakenberg. Das Musikhören über die Smartphones hätte man zwar erlauben können, sagt die Pädagogin. Was mit den multifunktionalen Geräten fotografiert oder gefilmt und dann womöglich verbreitet werde, sei aber nicht mehr zu kontrollieren. Deswegen das umfassende Verbot.

Schüler, die dagegen verstoßen, müssen das Handy im Schulbüro abgeben und können es sich nach dem Unterricht wieder abholen. „Zudem erhalten die Eltern einen pädagogischen Brief“, wie Hakenberg erläutert. Wird ein Schüler dreimal mit dem Smartphone erwischt, muss er sich einem Gespräch mit einem Mitglied der Schulleitung stellen. Etwas anders sieht es in der Oberstufe aus. Dort dürfen Schüler in bestimmten Räumen, beispielsweise dem Oberstufen-Café, in Pausen und Freistunden ihre Smartphones zur lautlosen Kommunikation nutzen.

Ähnlich verfährt die Geschwister-Scholl-Hauptschule in Ahlen.

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