Sorge um Schutz der Atomfässer in Gronau
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Die Uranfabrik in Gronau.
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NRW-Energieminister Harry Voigsberger (SPD) hat sich für Sicherheitschecks auch in der Uranfabrik in Gronau und am Zwischenlager Ahaus ausgesprochen. „Es scheint in der Tat so zu sein, dass dort Atomfässer liegen, die gegebenenfalls auch nicht gegen Flugzeugabstürze oder ähnliches gesichert sind“, sagte der Minister am Freitag dem WDR. Deshalb solle eine routinemäßig 2012 anstehende Überprüfung vorgezogen werden. Außerdem müsse die Betreiberfirma Urenco Stellung zur aktuellen Sicherheitssituation nehmen, sagte der Minister. Die Pläne Voigsbergers gehen in die gleiche Richtung wie die Forderungen des zuständigen Landrats. Angesichts der Katastrophe von Fukushima erwarte er die Überprüfung der Sicherheit „im Lichte der neuen Ereignisse“, hatte der Landrat des Kreises Borken, Kai Zwicker (CDU), an Voigtsberger geschrieben.

Fässer unter freiem Himmel

Urenco hatte gegenüber dem WDR eingeräumt, dass bei einem Flugzeugabsturz oder einem Kerosinbrand schwere Schäden für die Bevölkerung nicht ausgeschlossen seien. Auf dem Gronauer Gelände lagern unter freiem Himmel mehrere tausend Tonnen abgereichertes Uran und Natur-Uran in Fässern.

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