Sparkassen schütten deutlich mehr aus
Antrieb für den Aufschwung: Die westfälisch-lippischen Sparkassen finanzieren die Investitionen der kleinen und mittleren Unternehmen.

Beispiel Gewerbesteuern: Die Sparkassen zahlten mit insgesamt 427 Millionen Euro ein Drittel mehr als im Vorjahr an die Städte und Gemeinde aus. 135,3 Millionen Euro wurden zudem an die kommunalen Träger für Spenden, Stiftungen und Ausschüttungen bereitgestellt - 24,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nachvollziehbare und verständliche Geschäfte

„Wir sind und bleiben Finanzdienstleister Nummer eins in Westfalen-Lippe“, betonte Dr. Rolf Gerlach, Präsident des Sparkassenverbands Westfalen Lippe gestern bei der Jahrespressekonferenz in Münster. „Unser Kunden machen nachvollziehbare und verständliche Geschäfte mit ihren Sparkassen“, betonte der 57-Jährige.

Privatkunden stecken Geld in den Hausbau

Das Modell funktioniert: Für 4,5 Millionen Westfalen und Lipper sind die Sparkassen die Hausbank. Die Privatkunden legten ihr Geld hauptsächlich kurzfristig auf die hohe Kante: 62,6 Milliarden Euro (plus 2,6 Prozent) waren es im vergangenen Jahr. Die privaten Kunden steckten 2010 mehr Geld in die eigenen vier Wände: Sie fragten Wohnraumkredite über 4,1 Milliarden Euro (plus 12,7 Prozent) nach. „Sie nutzten angesichts günstiger Zinsen die Gunst der Stunde“, lobte Verbandspräsident Gerlach.

Firmenkunden investieren wieder

Klar positiv entwickelte sich auch das Geschäft mit den Firmenkunden. „Die Wirtschaft fuhr im vergangenen Jahr auf der Überholspur“, erklärte der 57-Jährige. Die Sparkassen sagten im vergangenen Jahr Kredite in Höhe von 7,2 Milliarden Euro zu, 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das ist ein Beleg, dass die Unternehmen wieder stärker investieren“, sagte Gerlach. Zum Jahresende hatten die Institute einen Kreditbestand von 76 Milliarden Euro in ihren Bilanzen.

Weitere Details zum Jahresabschluss der westfälisch-lippischen Sparkassen am Mittwoch in der Print-Ausgabe der „Glocke“.

SOCIAL BOOKMARKS