Sparkassen verhelfen Region zum Erfolg
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14,1 Milliarden Euro haben die Sparkassen in Westfalen-Lippe 2011 an Unternehmen und Privatkunden ausgeliehen.
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„Von Kreditklemme keine Spur“, sagte Dr. Rolf Gerlach, Präsident des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe am Dienstagabend bei der Jahrepressekonferenz in Münster. Die Kreditzusagen der Sparkassen seien im Vergleich zum Vorjahr um 400 Millionen Euro (plus 2,7 Prozent) angestiegen. „Wir tragen damit unseren Teil zum Wirtschaftsboom mit“, betonte der 58-Jährige. Die Kreditnachfrage der Firmenkunden stiegen um 5,6 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Die Unternehmen liehen das Geld zum überwiegenden Teil für mittel und langfristige Zeiträume aus: „Das unterstreicht die hohe Investitionsneigung der Betriebe“, erklärte Gerlach die Zahlen. Privatkunden setzten nach Erkenntnissen der Sparkassen weiter auf die eigenen vier Wände und nutzten dafür Wohnraumkredite in Höhe von 4,1 Milliarden Euro (plus 0,4 Prozent). Mit 3,1 Milliarden Euro wurde der überwiegende Teil der Mittel in den Kauf sowie die Modernisierung und Instandsetzung von Immobilien verwendet. 0,8 Milliarden Euro flossen in die Finanzierung von Neubauten.

Rekord bei Sparleistungen

Auch bei den Sparleistungen erzielten die westfälisch-lippischen Sparkassen im vergangenen Jahr ein Rekord. Zum Jahresende hatten ihre Kunden insgesamt 82,8 Milliarden Euro bei den Instituten angelegt (plus 2,2 Prozent). Der Bestand der Firmenkunden stieg im Jahresverlauf kontinuierlich um insgesamt 1 Milliarde Euro an. Am 31. Dezember 2011 hielten sie insgesamt 14,9 Milliarden Euro bei den Sparkassen (plus 7,1 Prozent). Privatkunden vertrauten den Sparkassen 63,5 Milliarden Euro an. Nach Angaben Gerlachs entdeckten gerade sie im vergangenen Jahr den Reiz des Wertpapiergeschäfts neu. Die Umsätze in diesem Bereich stiegen deutlich um 12,2 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. „Privatleute handelten im vergangenen Jahr verstärkt mit Aktien“, berichtete Gerlach. Die Umsätze mit diesen Wertpapieren stieg um ein Fünftel auf 2,4 Milliarden Euro. Der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich sogar um 39 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Einen deutlichen Einbruch gab es dagegen beim Handel mit Investmentfonds, der um 16,9 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro einbrach.

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