Sparrenburgfest - Zeitreise ins Mittelalter
Bild: Ostermann
Die aus Bielefeld stammende Gruppe von Bronkow stellt beim Sparrenburgfest hochmittelalterliches Lagerleben vor. Selbst der Haushund macht mit.
Bild: Ostermann

Mit Knüpfel und Eisen behaut der elfjährige Emre die Steinsäule. „Du musst ihn etwas schräger halten“, rät Steinmetz Harald Dahmen. Emre lässt sich nicht lange bitten, setzt neu an und haut erneut zu – ein breites Grinsen auf dem Gesicht. „Das macht Spaß“, sagt der junge Bielefelder. Und Dahmen, von so viel Begeisterung ganz angetan, fragt schelmisch: „Willst Du mein Geselle sein?“ Emre nickt.

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Mitmachen ist an vielen Handwerksständen des mittelalterlichen Sparrenburgfestes an diesem Wochenende ausdrücklich erwünscht. An den Ständen gehisste Wimpel – sie zeigen zwei Hände mit einer Sonne – machen auf diese Möglichkeit aufmerksam. Steinmetz, Seilmacher, Töpfer, Schmied und Filzmeisterin freuen sich über Kundschaft. Sie sind es, die das Publikum gemeinsam mit Rittern, Spielleuten und Gauklern rund um Bielefelds Wahrzeichen in eine längst vergangene, aber immer noch faszinierende Zeit entführen.

„Da ist für jeden etwas dabei“, zeigt sich Projektleiter Sebastian Wappelhorst von Bielefeld Marketing überzeugt. Die Jüngsten können sich beim Mäuseroulette, Eierknacken oder Bogenschießen vergnügen. Im Heerlager erfährt dann die ganze Familie, wie man im Mittelalter gekocht, gekämpft und geschlafen hat.

Besonderen Reiz üben die am Samstag und Sonntag jeweils um 13, 16 und 19 Uhr ausgetragenen Ritterturniere aus. Wenn sich die Recken in ihren Rüstungen in Kampfeskünsten und Waffengängen messen, werden „die Augen bei den Kindern ganz groß“, wie Wappelhorst aus eigener Anschauung weiß. Erstmals ist im Ritterlager auch eine Truppe aus Belgien dabei, die Kanonen aus dem Spätmittelalter zur Schau stellt.

Mittelalterliches Lagerleben

Aus Bielefeld selbst stammt hingegen die 18 Köpfe umfassende Gruppe von Bronkow. Sie führt ein ins hochmittelalterliche Lagerleben. Bogenschießen, die Herstellung von Waffen, aber auch Handwerkskunst wie Kerzen ziehen und Schnüre drehen, stehen hier auf dem Programm.

Wer sich auf das Treiben rund um die Sparrenburg einlässt, wird dem Veranstalter abschließend gerne zustimmen: „Ihr wart Gast in einer ander Zit.“

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