Speerwerferin erkämpft sich Bronze
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Die Blomberger Speerwerferin Linda Stahl holte bei der Leichtathletik-EM in Zürich Bronze.
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Ihr Spitzenwert lag bei mit 63,91 Metern. Dann aber zogen Weltrekordlerin Barbora Spotakova aus Tschechien mit 64,41 und die Serbin Tatjana Jelaca mit 64,21 an der Leverkusenerin vorbei. So blieb Stahl wie bei der EM 2012 nur Bronze. „Ich habe das Examen geschafft und Bronze geholt. Damit bin ich im Moment sehr, sehr glücklich und zufrieden“, analysierte die deutsche Meisterin.

Die deutsche Meisterin konnte selbstbewusst in das EM-Finale gehen. Keine andere auf der Welt hatte in diesem Jahr weiter geworfen als die 28-Jährige - 67,32 Meter weit flog ihr Speer Mitte Juni in New York. Dieser starke Wurf war auch Folge der Verlängerung ihres Anlaufs von elf auf 13 Schritte, wodurch sie ihre Schnelligkeit besser ausreizen kann.

Allerdings tat sich die Europameisterin von 2010 und EM-Dritte von 2012 nicht nur in der EM-Qualifikation am Dienstag mit nur 59,42 Metern etwas schwer. Auch bei der Team-EM im Braunschweig (61,58 Meter) und beim Sieg bei der deutschen Meisterschaft in Ulm (63,55) konnte sie nicht mit tollen Weiten glänzen - was aber einen Grund hatte. Monatelang war sie im Doppelstress: Neben dem Training hat die Olympia-Dritte ihr schriftliches Examen im Medizinstudium absolviert.

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