Sportspektakel soll Arnsberger Wald helfen
Foto: Gog
Höchstleistungen für den heimischen Wald erbringen wollen (v. l.) Andrea Tigges, Geschäftsführende Gesellschafterin des Projektes „Waldlokal“, und das Arnsberger Ehepaar Dr. Wibke und Dr. Claus Unkel. Am Südufer des Möhnesees erläuterten sie gestern die Zielrichtung der spektakulären Aktion.
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Im Rahmen eines Schwimm-Lauf-Marathons will ein Ehepaar aus Arnsberg (Hochsauerlandkreis) an zwei Tagen drei Stauseen in der Region nacheinander erlaufen und längs durchschwimmen. Ziel des „Ultra-Swimrun“ genannten öffentlichen Sportspektakels ist es, möglichst viele Sponsorengelder für die Aufforstung des durch Borkenkäfer und Dürre geschundenen Naturparks Arnsberger Wald zu sammeln. Sportbegeisterte aus Westfalen können Teilstrecken mitlaufen und durch eigene Sponsoren Spenden für das Wiederaufforstungsprojekt „Waldlokal“ sammeln.

Auf Schäden aufmerksam machen

Dr. Claus Unkel, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in Arnsberg, und seine Frau Dr. Wibke Unkel, Richterin am Verwaltungsgericht in Arnsberg, sehen sich nicht als auf stets neue Höchstleistungen erpichte Extremsportler. Mit dem „Ultra-Swimrun“ wollen sie vielmehr auf den Klimawandel in der Region und die schon fortgeschrittenen Schäden im Wald vor ihrer Haustür aufmerksam machen. „Ein wenig Bammel haben wir schon“, sagten die Unkels gestern vor der Presse im Wald oberhalb des Südufers am Möhnesee (Kreis Soest).

Die Idee für die Veranstaltung war im Frühjahr geboren worden. Pandemiebedingt hatten die meisten Schwimmbäder jedoch bis vor kurzem geschlossen. Auf Trainingseinheiten musste das Ehepaar zwangsläufig verzichten: „So bleibt eine gewisse Spannung.“

Sportbegeisterte können mitlaufen 

Im sauerländischen Erholungsort Grevenstein wollen die Unkels am Freitagmorgen, 30. Juli, aufbrechen, um die rund 15 Kilometer lange Strecke durch den Wald zum Hennesee südlich von Meschede (Hochsauerlandkreis) zu laufen. Schwimmend soll dann die Distanz bis zur Staumauer mit ihrer berühmten Himmelstreppe zurückgelegt werden. 

Hintergrund: Bei der aus einer privaten Initiative entstandenen Wiederaufforstungsgemeinschaft „Waldlokal“ handelt es sich um eine gemeinnützige Gesellschaft mit Sitz in Soest. Geschäftsführende Gesellschafterin ist Andrea Tigges. Mit ersten Spendenmitteln waren im April 2021 auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände eines ehemaligen Fichtenwaldes am Südufer des Möhnesees 1570 neue Bäume gepflanzt worden. Der „Ultra-Swimrun“ des Arnsberger Ehepaares Dr. Claus und Dr. Wibke Unkel am 30. und 31. Juli in der Region um die drei sauerländischen Stauseen (Henne, Möhne, Sorpe) soll dem Spendenaufkommen der Gemeinschaft (Motto: „Zusammen für den Wald“) weiteren Schub geben.
Informationen unter www.waldlokal.de

Anschließend geht es zu Fuß weiter zum Lattenberg auf den Höhen nördlich von Oeventrop. Dieses 15 Kilometer lange Teilstück bietet sich Mitläufern ebenso an wie die folgende Elf-Kilometer-Strecke bis zum Möhnesee. Dort steigen die Unkels ins kühle Nass des Westfälischen Meeres.

Tags darauf, am Samstag, 31. Juli, wiederholen sich die Marathon-Ereignisse in der Region rund um den Sorpesee bei Sundern (Hochsauerlandkreis). Wenn das Ehepaar Unkel dann wieder am Zielort Grevenstein ankommt, wird es 80 Kilometer weit gelaufen und 25 Kilometer weit geschwommen sein. Die Schwimmdistanz des wohl berühmtesten Ausdauerwettkampfes der Welt, Ironman auf Hawaii, beträgt knapp vier Kilometer.

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