Sprengungen: Verdächtiger wieder frei
Archivbild: dpa
Die Polizei in Herdecke hat am Freitagabend einen 18-Jährigen festgenommen, der für eine Reihe von Sprengungen verantwortlich sein soll. Seit Sonntag ist er wieder auf freiem Fuß, weil sich ein Tatverdacht nicht erhärten ließ.
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Für Hinweise, die zur Ergreifung des Gewalttäters führen, hat die Staatsanwaltschaft nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgelobt. Am Freitag hatte die Polizei den 18 Jahre alten Mann an einem Gymnasium aufgegriffen, an dem zuvor eine steinerne Tischtennisplatte in die Luft gesprengt worden war. Da dies in den vergangenen Monaten nicht die erste Explosion in der Gegend war, hatte die Polizei mit einem Hubschrauber und vielen Einsatzkräften die Umgebung abgesucht.

Am Sonntag teilten die Ermittler jedoch mit, Durchsuchungen im Elternhaus des jungen Mannes und seine Vernehmung hätten keine Beweise dafür ergeben, dass er für die Spreng-Serie verantwortlich ist. Der Verdacht, dass er mit den Taten etwas zu tun habe, bestehe jedoch weiterhin, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Hagen. Die Ermittlungen dauerten an.

 Die Vorfälle hätten sich langsam gesteigert, berichtete ein Polizeisprecher. So seien zunächst Mülleimer angezündet worden, später Altpapiercontainer und Baustellen-Toiletten. Besonders schwerwiegend war eine Explosion Anfang Juli: Mitten in der Nacht war eine selbstgebastelte Rohrbombe in einem Baumstamm an dem Gymnasium detoniert. Scheiben der Schule gingen zu Bruch, die Fassade nahm Schaden. Der Baum musste gefällt werden. Allein den Schaden dieses Vorfalls schätzte die Polizei auf 30 000 Euro.

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