Spurensuche nach Bombenfund bei BVB-Stadion
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Das Dortmunder Fußballstadion sollte offenbar Ziel eines Sprengstoff-Anschlags werden.

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Am Dienstag war ein 25-Jähriger aus Krefeld festgenommen worden, der der Polizei von einem möglicherweise bevorstehenden Anschlag auf das Stadion berichtete hatte. In seiner Wohnung fanden die Ermittler Sprengmaterial und Chemikalien, wie das BKA am Donnerstag bestätigt hatte.

Laut BKA-Präsident Jörg Ziercke wollte er die Behörden wohl erpressen. Hinweise auf einen terroristischen oder islamistischen Hintergrund sehen die Behörden nicht. „Er wollte ein gesichertes Leben danach, er wollte letztlich Geld von uns, und die Chance habe ich ihm natürlich nicht gegeben", sagte der BKA-Chef am Donnerstag der ARD.

Der 25-Jährige sitzt den Angaben zufolge in Untersuchungshaft. Ob er weiter vernommen werde, wollte die BKA-Sprecherin nicht sagen. Das Bundeskriminalamt äußere sich generell nicht zu laufenden Ermittlungen.

BVB erhöht Sicherheitsmaßnahmen

Der BVB verstärkte vorsorglich seine Sicherheitsmaßnahmen rund um den Signal-Iduna-Park, wo am Samstag Spitzenreiter Borussia Dortmund gegen den Tabellendritten Hannover 96 antreten soll. Die Dortmunder Polizei sieht "keine Gefährdung für die Besucher", wie sie erklärte.

Vereinschef und Ligapräsident Reinhard Rauball sagte, er werde "vollkommen ohne Angst" ins Stadion gehen: "Ich hoffe, dass sich die Gemeinschaft der Vernünftigen nicht von einem Fehlgeleiteten die Freude verderben lässt." Eine Spielabsage habe "zu keinem Zeitpunkt" zur Diskussion gestanden.

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