Stadt bleibt wohl auf Brandkosten sitzen
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Ein regelrechtes Flammeninferno wütete am Pfingstmontag in einer Lagerhalle einer Kunststoff-Recyclingfirma in Bielefeld. Weil der Inhaber pleite und nicht entsprechend versichert ist, muss die Stadt voraussichtlich für die Kosten aufkommen.
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Das erklärte Martin Wörmann, Leiter des städtischen Umweltamts, im Gespräch mit der „Glocke“. „Wir versuchen natürlich die Kosten geltend zu machen, aber ob wir etwas erhalten, ist fraglich“, sagte er. Wie hoch diese genau sind, könnte derzeit noch nicht gesagt werden. Wörmann schätzt den Rahmen auf 175.000 bis 200.000 Euro.

Grund für diese hohe Summe ist die schrittweise Entsorgung sowohl von Brandmüll als auch von Löschmaterial. So müssten laut Wörmann zum einen Müllrückstände - circa 1000 Tonnen - in eine Müllverbrennungsanlage abtransportiert werden. Denn durch den Einsatz von Löschschaum sei der Müll mit Tensiden verseucht, die bei Regenfällen in den Boden gelangen könnten. Auch das Löschmaterial selbst, ein Gemisch aus Löschschaum und -wasser - müsse entsprechend entsorgt werden. Nach dem Brand wurde es von dem Firmengelände abgepumpt und in einer Kläranlage zwischengelagert, wie Wörmann erklärt. 

Brandursache noch nicht geklärt

Am Pfingstmontag war ein regelrechtes Inferno in der Bielefelder Recyclingfirma ausgebrochen. Hunderte Tonnen an Kunststoffballen standen in einer Lagerhalle in Flammen. Zudem waren mehrere Gasflaschen explodiert. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, zwei Feuerwehrleute wurden verletzt. Ein paar Tage später entfachte aus Glutnestern erneut ein Feuer auf dem Gelände.

„Nach dem heutigen Stand ist die Brandursache nicht geklärt“, fasst Wörmann die derzeitigen Ermittlungserkenntnisse zusammen.

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