Streik der Fluglotsen vorerst abgewendet
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Statt eines Streiks beginnt nun das Schlichtungsverfahren für die Fluglotsen.
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„Alles läuft planmäßig“, heißt es vom Flughafen Münster/Osnabrück. Verlegte Flüge oder Einschränkungen gebe es nicht, sagt die stellvertretende Pressesprecherin Silvia Rose-Becker.

Auch in Paderborn sei es „ein ganz normaler Dienstag“, teilt Pressesprecherin Elke Rawisch de Terán mit. „Es gibt keine Veränderungen der Flugpläne. Die Passagiere sind entspannt.“

„Keine Probleme“ in Dortmund

Ebenfalls „keine Probleme“ gibt es am Flughafen in Dortmund, sagt Pressesprecher Marc Schulte. Verschiebungen im Flugplan gebe es dort nicht.

Auch der Flugbetrieb im restlichen Nordrhein-Westfalen ist planmäßig angelaufen. In Düsseldorf sind lediglich zwei Maschinen aus Nordamerika unplanmäßig vor 6 Uhr gelandet. Die zehn am Flughafen Köln-Bonn wegen der Streikandrohung vorverlegten Flüge seien am Morgen wieder zurückverlegt worden, teilte ein Sprecher des Flughafens mit. Die Passagiere seien nun zwar früher am Flughafen, aber froh, dass es losgehe, hieß es weiter. Mit Verspätungen oder Flugausfällen sei nicht zu rechnen.

Lage ist regional unterschiedlich

An anderen deutschen Flughäfen gestaltet sich die Lage aber anders. Der Flughafen Stuttgart beispielsweise hatte sich am Montag bereits eine Ausnahmegenehmigung geholt, bis zu zehn Starts und Landungen vor 6 Uhr durchzuführen. Die Lufthansa kündigte am frühen Dienstagmorgen an, im Falle von finanziellen Einbußen Ansprüche auf Schadenersatz zu prüfen.

Friedenspflicht während Schlichtung

In der Nacht einigten sich die Tarifparteien auf ein Schlichtungsverfahren. Dadurch konnte der Lotsenstreik vermieden werden. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hatte den Schlichter angerufen, nachdem die Arbeitsgerichte in zwei Instanzen den Streikaufruf der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) für rechtmäßig erachtet hatten. „Damit ist ein Streik der Fluglotsen innerhalb der nächsten Wochen ausgeschlossen“, sagte DFS-Sprecherin Kristina Kelek. Mit der Schlichtung beginnt sofort eine neue Friedenspflicht.

Die Gewerkschaft sagte, sie hätte den Schlichteranruf eher erwartet. „Wir sind davon ausgegangen, dass die DFS schon nach der ersten Instanz diese Karte hätte ziehen müssen, um Schaden abzuwenden“, sagte Gewerkschaftssprecher Markus Siebers. „Wir hoffen, dass wir in der Schlichtung durchkommen, da haben wir zumindest einen neutralen Dritten dabei“, sagte Siebers.

Schlichtung dauert drei bis vier Wochen

Ein Termin für die Schlichtung steht noch nicht fest. Siebers ging davon aus, dass die Schlichtung in drei bis vier Wochen durch ist. Bei einem Scheitern der Schlichtung seien erneute Streikpläne grundsätzlich möglich, sagte Siebers. „Das wird die Schlichtung weisen.“ 

Die kleine Gewerkschaft verlangt neben 6,5 Prozent mehr Gehalt auch mehr Einfluss auf Stellenbesetzungen und Arbeitsbedingungen der mehr als 5000 Tarifbeschäftigten bei der Flugsicherung. Rund 1900 von ihnen sind Fluglotsen.

Der bundesweite Arbeitskampf der GdF war für Dienstag zwischen 6 und 12 vorgesehen. Es hätte laut DFS keine Starts, keine Landungen und auch keine Überflüge geben können. Die Streikandrohung hatte am Montag Airlines und Flughäfen alarmiert. So begrüßte die Lufthansa, dass der Streik doch noch abgeblasen wurde. „Die Hauptleidtragenden wären die Passagiere gewesen“, sagte der Airline-Sprecher Florian Gränzdörffer.

Wer sicher sein möchte, fragt nach

Wer bei seinen Flugzeiten auf Nummer Sicher gehen möchte erhält beim Reiseveranstalter oder bei der Fluggesellschaft Auskunft:

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