Streit um Bahnlärm: Richter zum Ortstermin
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Ein Güterzug fährt am 28.01.2016 in Herten (Nordrhein-Westfalen) auf der Langenbochumer Straße über einen Bahnübergang. Am Mittwoch findet ein Ortstermin des Oberlandesgerichts Hamm im Rechtsstreit um Bahnlärm an der Güterstrecke Hamm-Oberhausen statt. 
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Die Deutsche Bahn befürchtet einen kostspieligen Dominoeffekt, falls sich die Kläger mit ihren Lärmschutzforderungen durchsetzen sollten: Im Streit um laute Güterzüge im nördlichen Ruhrgebiet macht sich das Oberlandesgericht Hamm am Mittwochabend (19 Uhr) vor Ort ein Bild. Richter, klagende Anwohner und Vertreter des Bahn-Tochterunternehmens DB Netz AG kommen dazu in Herten an der Bahnlinie von Hamm nach Oberhausen-Osterfeld zusammen.

Aktiver Lärmschutz gefordert

In der Vorinstanz hatte das Landgericht Bochum den Anwohner einen passiven Schallschutz wie eine bessere Dämmung und Verglasung ihrer Häuser zugestanden. Das reicht den Klägern aber nicht. Sie fordern auch einen aktiven Schallschutz wie höhere Schallschutzwände direkt an der Strecke. Sechs der Kläger fordern den Lärmpegel der Züge zu senken. Zwei weitere Kläger wollen weniger Erschütterungen an ihren Häusern erreichen, die durch den Bahnbetrieb ausgelöst werden.

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