Studie: OWL punktet mit Lebensqualität
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OWL kommt einer aktuellen Umfrage zufolge gut bei Persönlichkeiten in Deutschland an. Unter anderem kann die Region dabei mit Lebensqualität punkten. Als touristisches Aushängeschild gilt etwa der Teutoburger Wald mit dem Hermanns-Denkmal in Detmold.
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Wirtschaft und Wissenschaft bieten Möglichkeiten für Arbeit, Forschung und Lehre in einem grundsoliden Mittelstand und einer zukunftsgewandten Spitzentechnologie. All das eingebettet in reizvolle Landschaften mit hohem Wert für Freizeit und Erholung – diese Schlüsse zieht die Regionalentwicklungsgesellschaft Ostwestfalen-Lippe (OWL GmbH) aus den Ergebnissen einer gestern in Bielefeld vorgestellten Umfrage.

Welchen Ruf genießt die Region bei Führungskräften in Deutschland, welchen Wert verbinden Entscheider mit der Marke OWL? Mit Fragen wie diesen war das Bielefelder Meinungsforschungsinstitut Mentefactum bei 500 Persönlichkeiten aus Unternehmen, Politik und Verwaltung vorstellig geworden – bereits zum dritten Mal nach 2002 und 2009.

Unis und Fachhochschulen gelten für jeden Zweiten als prägend für die Region

Herbert Weber sah in den Ergebnissen einen eindeutigen Trend: „Der Wirtschaftsstandort OWL wird im Vergleich zu den zurückliegenden Befragungen viel positiver beurteilt“, sagte der Geschäftsführer der OWL GmbH. Zudem nahmen die positiven Einschätzungen zu Lebensqualität und Freizeitumfeld deutlich zu.

Gefallen fand Weber an dem Widerhall, den die ostwestfälisch-lippische Hochschullandschaft bei den Befragten erfuhr: Für jeden Zweiten (51 Prozent) gelten Universitäten, Fachhochschulen und Weiterbildungseinrichtungen als prägend für die Region OWL. Gleichauf mit dem Maschinenbau lag die Bildungs-Branche auf Rang zwei hinter der Lebensmittelindustrie (55 Prozent) und noch vor der Möbelwirtschaft (48).

OWL muss bei Modernität, Innovationen und Dynamik nachbessern

Acht von zehn Teilnehmern der Studie verbinden OWL „mit einer guten Verkehrsanbindung, qualifizierten Arbeitskräften und günstigen Gewerbeflächen“, sagte Mentefactum-Chef Klaus-Peter Schöppner. Außer diesen harten Fakten fielen vor dem Entschluss, Firma oder Familie in den Landstrichen rund um den Teutoburger Wald anzusiedeln, auch die weichen Kriterien ins Gewicht: „Natur, Familienfreundlichkeit und vertretbare Lebenskosten“, diese Vorzüge führten laut Studienautor Schöppner gar 90 Prozent ins Feld.

Dass OWL einen Ruf als naturnahe (79 Prozent), familienfreundliche (75) und sympathische (71) Region genieße, freute Weber. Jedoch seien die Imagewerte innovativ (29), dynamisch (27), modern (25) trotz des exzellenten Rufs des Spitzenclusters „it’s OWL“ dürftig: „Da müssen wir nachlegen.“

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