Supercup: Dortmund will Bayern Angst machen
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Beim Supercup am Samstag nicht dabei: Mario Götze. Das Aufeinandertreffen hätte für ihn besondere Brisanz gehabt: Er spielte in der vergangenen Saison für den BVB. Bei Bayern sitzt er vorerst noch verletzt auf der Bank. Da hilft auch kein Schmollmund.
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In der Neuauflage des Duells aus der Vorsaison wollen die Münchner ihren Erfolg wiederholen und zum fünften Mal die Auszeichnung gewinnen. Für die Dortmunder wäre es der vierte Sieg im Supercup. Der Wettbewerb war zwischenzeitlich für den Ligapokal eingestellt und 2010 wieder aktiviert worden.

Das Interesse am Spiel ist riesig: In 195 Ländern wird der Gipfel übertragen, mehr als 80 000 Fußball-Fans werden beim nächsten Kräftemessen im Signal-Iduna-Park in Dortmund mitfiebern.

Bayern und BVB personell geschwächt

Bayerns neuer Trainer Pep Guardiola muss ohne die Stammspieler Franck Ribéry und Manuel Neuer sowie den früheren Dortmunder Mario Götze auskommen.

Auch der BVB kann personell nicht aus dem Vollen schöpfen: Mario-Götze-Ersatz Henrich Mchitarjan und Lukasz Piszczek fehlen, Jakub Blaszczykowski und Pierre-Emerick Aubameyang sind angeschlagen.

„Titel holen“ und „Alles raushauen“

„Morgen geht es um einen Titel. Und ein Titel ist immer wichtig“, sagte Guardiola. „Wir wollen alles raushauen, was möglich ist“, kündigte BVB-Chefcoach Jürgen Klopp gewohnt vollmundig an. Auch für Sportdirektor Michael Zorc ist die Begegnung eine wichtige Standortbestimmung: 2Wir wollen den ersten Titel der Saison und freuen uns auf ein tolles Spiel.“

Von einer Revanche für Wembley wollte BVB-Profi Mats Hummels nichts wissen: „Wir wollen gegen eine der besten Mannschaften der Welt, vielleicht sogar gegen die weltbeste, gewinnen.“ Den in der vergangenen Spielzeit übermächtigen Bayern Angst machen, das ist das Ziel. Daraus gewinnt ganz Fußball-Dortmund seine Motivation.  

Für Guardiola wird das Duell „mein erstes offizielles Spiel“. Und der Katalane versprach: „Wir werden gut vorbereitet sein und ein gutes Spiel abliefern.“

Hoeneß warnt Guardiola vor Hochmut

Für Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist vor dem ersten möglichen Titel dieser Spielzeit sogar der Moment gekommen, Guardiola und Co. vor Übermut zu warnen. „Wenn man ganz oben ist, kommt die Höhenluft. Von der dürfen wir nicht zu viel einatmen. Die Höhenluft ist unser größter Gegner“, sagte er. Gleichwohl hat Hoeneß keine elementaren Befürchtungen, dass der Schlendrian einkehren könnte an der Säbener Straße: Der Konkurrenzkampf im Bayern-Kader erlaube es keinem, „sich zurückzulehnen. Wer sich ausruht, verliert.“

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