Synode will Ökumene auf Augenhöhe
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Das Oberhaupt der evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, redet am Montag auf der Synode in Bielefeld. Kurschus hat von der katholischen Kirche Gespräche und Verhandlungen auf Augenhöhe gefordert.
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Die Präses hielt ihre Rede am Montag zum Auftakt der Synode ihrer Kirche in Bielefeld. Es sei beschwerlich, wenn die katholische Kirche wie selbstverständlich von ihrem eigenen Kirchenverständnis ausgehe und manche Äußerung „gönnerhaft" daherkomme. „Dies sorgt meinerseits für Verstimmung."

Katholische Kirche zur Reformations-Feier eingeladen

Kurschus sprach sich für eine Beteiligung der katholischen Kirche an der 500-Jahr-Feier der Reformation 2017 aus. „Martin Luther wollte seine Kirche erneuern, nicht spalten." Der vatikanische „Ökumene-Minister" Kardinal Kurt Koch habe allerdings im April ein beidseitiges Schuldbekenntnis für die seit dem 16. Jahrhundert bestehende Kirchenspaltung gefordert, sagte Kurschus und zitierte ihn mit den Worten: „Wir können nicht eine Sünde feiern." Luther habe die Kirche zu den Wurzeln, zum Evangelium zurückgeführt, sagte die Präses, die seit März als erste Frau die viertgrößte Landeskirche repräsentiert. In diesem Sinne sollte sich die katholische Kirche am Jubiläum beteiligen.

Vor einer Woche hatte Kardinal Koch anlässlich der EKD-Synode gemahnt, man dürfe nicht nur das Positive der Reformation sehen, sondern müsse auch die negativen Auswirkungen ansprechen. „Die blutigen Konfessionskriege gehören dazu und auch die Säkularisierung der Gesellschaft, wie wir sie heute erleben."

Leitung soll neu gewählt werden

Bis zum Freitag wollen die Mitglieder des Kirchenparlaments den Etat für 2013 verabschieden. Die Landeskirche rechnet zurückhaltend mit Kirchensteuereinnahmen von 430 Millionen Euro. In diesem Jahr dürften es an die 450 Millionen Euro werden. Die fast 200 Synodalen wählen im Laufe der Woche einen Teil der Kirchenleitung neu. Die Synode berät auch über das Thema „Familie heute".

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