TV-Polizist „Harry“ muss nicht Zahlen
Bild: dpa
Glimpflich davon gekommen ist Thomas „Harry“  Weinkauf (l), im Bild mit seinem TV-Partner Torsten „Toto“ Heim.
Bild: dpa

„Harry“ war damals zwar mit Blaulicht, aber ohne Martinshorn bei Rotlicht in eine Kreuzung gefahren. Durch dem Zusammenstoß war der Streifenwagen auf den Bürgersteig geschleudert worden. Schaden: 16 000 Euro. Das Bochumer Polizeipräsidium hatte den 45-Jährigen später aufgefordert, die Reparaturkosten zu begleichen. Dagegen hatte er sich vor Gericht gewehrt.

Bei dem Unfall waren ein Businsasse, eine Polizeikommissarin und „Harry“ selbst verletzt worden. Vor Gericht erklärte Weinkauf, dass er damals aus polizeitaktischen Gründen absichtlich ohne Martinshorn gefahren sei. „Das habe ich auf der Polizeischule so gelernt.“ Schließlich sei er auf dem Weg zu einem Wohnungseinbruch gewesen. Er habe die Täter nicht warnen wollen. Die Polizei hatte ihm nach dem Unfall zunächst signalisiert, dass er für den Unfall nicht in die eigene Tasche greifen müsse. Später hatte sich sein Dienstherr die Sache aber wohl anders überlegt.

Das Gericht hielt den Sinneswandel jedoch aus formalen Gründen nicht mehr für möglich. Das parallel angestrengte Strafverfahren gegen Thomas Weinkauf war schon im Mai 2008 am Bochumer Amtsgericht gegen Zahlung von 400 Euro an ein Kinderhospiz eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Polizisten fahrlässige Körperverletzung im Amt vorgeworfen.

SOCIAL BOOKMARKS