„Tatort“ verleiht Münsterland neues Ansehen
Bild: Kutzendörfer
Fans von Kommissar Thiel und Pathologe Boerne: (v.l.) Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, WDR-Redakteurin Nina Klamroth, Prof. Gebhard Henke, Leiter des WDR-Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie, und Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen.  
Bild: Kutzendörfer

Bewusst habe man die Hauptdarsteller Axel Prahl und Jan Josef Liefers diesmal außen vor gelassen, sagte IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer. Es sollten diesmal die „eigentlichen Macher“ für „das“ Krimiformat im deutschsprachigen Raum geehrt werden, für ihren langen Atem und die große Auswirkung auf die Region.

„Dieser ,Tatort‘ hilft uns im Wettbewerb, er hat die Wahrnehmung des Münsterlandes im Rest der Republik positiv verändert“, betonte der Präsident der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Die Krimiserie habe dem Münsterland und Westfalen ein neue Image verliehen. Die Folge „Schwanensee“ mit der höchsten TV-Einschaltquote (13,96 Millionen Zuschauer) folge „Erkläre Chimäre“ auf Platz 3 im Jahr 2015.

Auch wenn Münster im „Tatort“ nicht nur gut weg käme, so würden Eigenschaften wie „eine gewisse Behäbigkeit“ aber durchaus humorvoll angesprochen. Wichtig: Neben 10.000 Euro, die an einem Drehtag vor Ort blieben, würden nicht nur viele Touristen auf den Spuren von Thiel und Boerne wandeln, sondern auch mehr Fach- und Führungskräfte angelockt.

„Wir sind stolz wie Bolle“, sagte Prof. Gebhard Henke, Leiter des WDR-Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie. Der damalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen habe überlegt, ob man erst die Papierkörbe in Münster anzünden müsse, um überhaupt eine Straftat in der Stadt zu konstruieren, dann aber bestimmt: „Wir gehen nach Münster. Die Verbrechen erfinden wir.“ Heute, so Henke, garantiere der WDR mit dem witzigen Krimi das seelische Gleichgewicht des Gebührenzahlers.

„Was ein kleiner Fluch ist“, wie Redakteurin Nina Klamroth meinte. „Die Gags müssen auch in einer gewissen Frequenz kommen.“ „Wir werden in Münster mit offenen Armen empfangen“, berichtete sie. Für einen Dreh würden die Münsteraner sogar selbst Hand anlegen, um den Prinzipalmarkt abzusperren.

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